Planung und Vorbereitung von Sportfeldern sowie Spiel- und Sportgeräten

Sportfelder

 

Die (Mehrzweck-) Sportanlage ist eine robuste, wetterfeste, wartungsarme und vandalismussichere Anlage. Jung und Alt, Anfänger und gute Spieler können jederzeit unbeaufsichtigt und ungebunden ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Insgesamt handelt es sich bei dieser Form der Sportanlage um einen attraktiven, multifunktionalen Freizeittreff, der den modernsten Anforderungen entspricht und gleichzeitig Trainings- und Spiel-Möglichkeiten für die wesentlichsten internationalen Wettkampf-Sportarten und Turniere gibt.

 

Entsprechend deutschen und europäischen Normen ist die Sportanlage konformgerecht; sie ist in dieser oder ähnlicher Form viele hundert Male in Europa in Wohngebieten, Schulen, öffentlichen Parkanlagen, Freizeitzentren, Schwimmbädern, Campingplätzen und Ferienorte in den Bergen und am Meer installiert.

 

Bei der Erstellung einer Sportanlage ist die genaue Längen-/Breiten-Vermessung des Platzes erforderlich. Dazu empfiehlt sich 2 Maßbänder von jeweils 30 bis 50 m zur Verfügung zu haben. Es ist die Länge der Diagonalen festzustellen. Dadurch kann vermieden werden, dass der Platz verkantet angelegt wird. Zunächst muss eine Seite (a oder b gemäß Beispiel) anhand vorhandener Gebäude oder des Geländes festgestellt werden.

 

Beispiel: multifunktionaler Fußball-/Handball-/Basketballplatz von 40 x 28 m.

Vermessung jeweils ½ Feld (20 x 28 m):

Seite a = 20 x Seite a = 20 m = aa 400

Seite b = 28 x Seite b = 28 m = bb 784

aa + bb = 1.184 daraus Wurzel = 34,41 m (Diagonale)

(dazu ist ein Taschenrechner erforderlich)

 

Die einzelnen Seiten der Sportanlage (Außenlinien) sind mit einer Schnur zu markieren. Dadurch können zunächst die für das Einbetonieren der Sportgeräte erforderlichen Löcher genau bestimmt werden und bei der Installation die Geräte ausgerichtet werden.

 

Im Sportplatzbereich sind Hindernisse aller Art (Steine, Betonkörper...) und scharfkantige Fundamentteile oder Raseneinfassungssteine zu vermeiden.

 

Die Oberflächengestaltung des Sportplatzes obliegt dem Träger der Einrichtung (z.B. der Schule bzw. dem Schulamt). Aus Erfahrung kann gesagt werden, dass asphaltierten Flächen den Vorteil haben, dass sie eben sind, unmittelbar nach Regen wieder bespielbar sind, wenig Pflege benötigen, keine Bewässerung benötigen, der Ball gut springt, Linienmarkierungen dauerhaft angebracht werden können und für alle Sportarten geeignet sind. Die Verletzungsgefahr ist geringer als bei unebenen Gras- oder Sandflächen. Bei der Herstellung der Oberflächen muß auf ausreichendes Gefälle geachtet werden, um eine Pfützenbildung im Spielplatzbereich zu vermeiden.

 

 

Spiel- und Sportgeräte

 

Die für die Spiel- und Sportgeräte verwendeten Stahlrohre sind rund; auf die Sicherheit der Kinder wurde geachtet. Die geschweißte Geräte bieten den Vorteil einer meist glatten und wenig pflegeintensiven Oberfläche. Als Nachteil ist die „Kälte“ der Oberfläche und die Aufheizung bei Sonneneinstrahlung zu beachten. Aus diesem Grund sind die Geräte mit einem hellen Anstrich zu versehen, da dieser die Hitzestrahlung reflektiert.

 

Sportgeräten (Kleinfeldtore, Basketball- und Volleyballanlagen) können auch im Eigenbau verwirklichen werden. Mit relativ geringen Mitteln können diese Geräte im Selbstbau hergestellt werden. Dazu sind ein Winkel von 90 ° sowie eine Wasserwaage erforderlich

 

Bei Eigenbau ist unbedingt darauf zu achten, dass keineswegs scharfe Kanten und hervorstehenden Teile eine Verletzungsgefahr für die Spieler verursachen.

 

Die Spiel- und Sportgeräte sind ist im Boden gut und tief genug zu fixieren. Sie sind mit einer Grundierung (Rostschutzanstrich) zu versehen und anschließend farbig zu streichen. Der Anstrich ist möglichst jährlich zu wiederholen.

 

Der Baustoff Holz hat gegenüber Stahlrohr den Nachteil, dass im Bodenbereich eine Fäulnisgefährdung besteht. Außerdem kann Holz leicht splittern und dadurch zu Verletzungen führen.

 

Es empfiehlt sich, stabile Basketballringe und –Netze aus Deutschland zu dem Projekt im Ausland mitzunehmen. Ebenfalls ist es zweckmäßig, für die Kleinfeldtore Netze mitzubringen.

 

 

Erstellung von Linien auf einem asphaltierten Sportplatz

 

Für die dauerhafte Anfertigung von Linien empfiehlt es sich spezielle Markierungsfarbe oder –spray zu verwenden. Siehe Beispiele.

Prüfung von Sportfeldern und Spiel- und Sportgeräten

 

Nach Fertigstellung der Sportfelder, Installation der Spiel- und Sportgeräte und vor der ersten Inbetriebnahme ist eine befähigte Person der Schulverwaltung bzw. Schule zu beauftragen, die gesamte Anlage auf Schäden oder Mängel zu überprüfen. Es ist ein Protokoll zu erstellen.

 

Die Spiel- bzw. Sportanlage ist sodann in regelmäßigen Abständen, z.B. jährlich oder nach Änderungen erneut zu überprüfen.

 

Gemeinschaftsprojekte (überregionale Projekte)

 

Die Zusammenarbeit mit SOS-Kinderdorf International führte dazu einen


"SOS-KINDERDORF SPORTPLATZLEITFADEN

ZUR UNTERSTÜTZUNG BEI PLANUNG UND ERRICHTUNG VON SOS-KINDERDORF SPORTPLÄTZEN"


gemeinsam mit der Zentrale in Wien in deutsch und englisch zu erstellen, der weltweit allen SOS-Kinderdorfeinrichtungen im intranet zur Verfügung gestellt wurde.

 

Ähnliche Leitfäden wurden auch mit den Schulverwaltungen von Bujanovac in Südserbien, Tirana und Elbasan in Albanien sowie Gondar in Äthiopien erstellt, die dazu führten, eine große Zahl von Spiel- und Sportgeräten und Sportanlagen vornehmlich für Schulen zu erstellen

 

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Training 

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   und Fairness

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