Projekt "Spurensuche"

Senem Ciftic mit ihren Mädels
Senem Ciftic mit ihren Mädels

Spurensuche (Iz peşinde)

Durch den Integrationspreis, den wir 2003 gewonnen haben, wurde Herr Klaus Blessing auf unsere Einrichtung aufmerksam. Herr Blessing kam am 17.02.2004 auf uns zu und stellte sein Projekt "Internationale Spiel- und Sport-Projekte" vor (für nähere Informationen siehe Link: www.spiel-sport-projekte.de). Er hat im Ausland bereits viele ehrenamtliche Projekte mit Schulen und Vereinen durchgeführt, in denen Sportanlagen aufgebaut und gleichzeitig Anleitungen zum Sporttreiben in der entsprechenden Landessprache erstellt wurden. Ein ähnliches Projekt hat er mit den zweisprachigen türkisch-stämmigen Jugendlichen unserer Einrichtung durchgeführt. Die Jugendlichen haben Fußballtechniken und Tricks, die vom Deutschen Fußball Bund mit kurzen Texten und Videos zur Verfügung gestellt wurden, kennen gelernt und in die türkische Sprache übersetzt und vertont.


Dieses Projekt war auch der Anlass für unser Projekt „Spurensuche“. Im Rahmen unserer geschlechtsspezifischen Arbeit galt die Planung nun den Mädchen der Einrichtung. Dabei berücksichtigten wir die Schwierigkeiten, die damals bei dem Projekt der Jungen entstanden waren. Die Jungen hatten nicht so viel Möglichkeit, das Projekt zu gestalten, weil alles vorgegeben war.
Stattdessen hatten die Mädchen freien Gestaltungsraum. Die Frage, die sich uns nun stellte, war, welches Thema wäre für die Mädchen sinnvoll, würde sie motivieren und fördern.


Da unsere Mädchen sehr gerne tanzen und zwar in Vereinen, in der Schule und bei uns in der Einrichtung, planten wir  dies als das Thema zu nehmen.
Ziel des Projektes war, mit einem zweisprachigen Projekt, die Mädchen in einem besonderen  Kontext für die Beschäftigung mit ihrer Muttersprache zu motivieren,  sich mit seltenerem Vokabular in der deutschen Sprache auseinander zu setzen und die Verbindung bzw. Übersetzung beider Sprachen bewusst zu gestalten.
Dabei spielt der Hintergrund, dass sie nur schlechte Kenntnisse ihrer Muttersprache besitzen und dadurch eine Fremdsprache, wie Deutsch nicht gut erlernen können, eine wichtige Rolle für unseren Ausgangspunkt.


Weiterhin sollte das Ziel, sich Wissen über die kulturellen Hintergründe türkischer Folklore und konkrete Tanztechniken zu erarbeiten und damit die Möglichkeit an der eigenen kulturellen Identität zu arbeiten, verfolgt werden, sowie die Einbindung der Mädchen in das Projekt, die eine andere Muttersprache haben, zu verwirklichen.

 

In dem Projekt wurde mit den Methoden der geschlechtsspezifischer Arbeit,   der Internetrecherche, Medienarbeit, Spracherwerb, Wortschatzerweiterung und Übersetzung und  Vermittlung von Kulturtechnik gearbeitet.

 

Zum Ablauf der Durchführung:


Der türkische Volkstanz hatte im Leben der Mädchen einen besonderen Stellenwert und genau das wollten wir den Mädchen bewusster machen. Was hatte der Volkstanz für eine Geschichte, zu welchen Anlässen wurde er getanzt und wie konnte ein Stück der kulturellen Identität, den der Folkstanz darstellte zur Integration beitragen. Mit diesen Fragen machten wir uns auf den Weg das Projekt Spurensuche in die Tat umzusetzen.
Zu Beginn setzten wir uns erstmal mit allen Mädchen zusammen, um über den türkischen Volkstanz zu sprechen. Auf die Frage, ob sie uns erzählen können, was der Volkstanz für eine Geschichte habe, was er bedeute konnten die Mädchen uns keine Auskunft geben. Ihnen war der Tanz bekannt und jede von ihnen konnte ihn auch tanzen, jedoch konnten sie kaum was über ihn berichten. Nachdem wir auf dieses Gespräch anfingen, im Internet über die Geschichte des Volkstanzes zu recherchieren, konnten sie keine so große Begeisterung aufbringen. Richtig motiviert waren sie stattdessen bei den Aufnahmen, beim Notieren der Tanzschritte und beim Übersetzen. Bei der Gestaltung der Präsentation kamen sie auch mit den unterschiedlichsten Ideen.


Zum Abschluss ist zu sagen, dass das Projekt nicht wie zu Beginn vermutet, anstrengend und mühsam, sondern mit viel Freude und Spaß verbunden war. Das Projekt hat gezeigt, wie wichtig es ist ein Thema auszuwählen, dass den Kindern nahe liegt, welches sie selber organisieren, gestalten und umsetzen können. Zur Arbeit mit den Kindern kann ich nur anmerken, dass es sehr viel Spaß gemacht hat, sie in ihrer Arbeit zu beobachten. Es war sehr angenehm mal nicht aktiv zu agieren, sondern nur als eventuelle Hilfe anwesend zu sein. Die Freude und den Spaß, den die Mädchen während ihrer Arbeit hatten wird man an ihrem Endprodukt auch erkennen können, deshalb ist an dieser Stelle nicht mehr viele Worte zu sagen, sondern es ist angebracht sich das Projekt „Spurensuche (Iz peşinde)“ anzuschauen.

Türkisch-deutsches Projekt "Spurensuche" mit Mädchen, deren Eltern aus der Türkei stammen und die Interesse an türkischer Folklore haben.

deutsch-türkische Folklore.pdf
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