Dezember 2008

 In diesem Jahr standen vor allem der Bau einer Spiel- und Sportanlage in Bosnien-Herzegowina und die Neugestaltung eines Spielplatzes in Albanien auf dem Programm. In Deutschland konnte das Konzept der Olympischen Erziehung in einem Kindergarten in Frankfurt umgesetzt werden. Darüber hinaus konnte die Vernetzung der Projekte durch verschiedene Jugendaustauschmaßnahmen vorangebracht werden. Die Maßnahmen im Einzelnen:

Bau einer Spiel- und Sportanlage in Sarajevo

Ende 2006 habe ich an einer Rundreise durch Bosnien-Herzegowina teilgenommen. Dabei  bat man mich, ein Konzept für eine multifunktionale Spiel- und Sportanlage in dem Caritas-Zentrum in Sarajevo zu erstellen.

 Im Juni 2008 konnte ich gemeinsam mit den Verantwortlichen und verschiedenen Handwerkern die Pläne in die Tat umsetzen. In knapp 14 Tagen erstellten wir die erforderlichen robusten Sportgeräte und installierten sie sowie weitere von Deutschland importierten speziellen Geräten. Caritas asphaltierte die Anlage und ergänzte sie mit Zaun, Bänken und Bäumen.

Die Spiel- und Sportanlage wird von Kindergarten-Kindern, jugendlichen Romas, für die
Alphabetisierungskurse durchgeführt werden, Schülern der Europa-Schule, sowie im Freizeitbereich von vielen weiteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen täglich umfassend genutzt. Es kann dort Kleinfeldfußball und –Handball, Volleyball, Basketball, Minibasketball und auf Minitore gespielt  werden.

Die Einrichtung solcher vielseitigen multifunktionaler Sportanlagen mit internationalen Maßen  ist neu und wichtig für den Vielvölkerstaat Bosnien-Herzegowina. Es fördert insbesondere das gemeinsame Spielen und Zusammenleben der Kinder und Jugendlichen aus den kroatischen, serbischen, muslimischen und Roma-Volksgruppen.
 
Neugestaltung des Spielplatzes im SOS-Kinderdorf Tirana/Albanien

Bei meinem Besuch im SOS-Kinderdorf in 2007 wurden auch die morschen Holz-Spielgeräte auf dem dortigen Spielplatz angesprochen und Pläne für eine Neugestaltung vorgenommen. Diese wurden in 2008 durch Informationen über Baupläne und Fotos konkretisiert.

Durch ein Benefizkonzert verschiedener Gospelchöre an Weihnachten 2007 und der Spende des Reinerlöses, konnten neue Spielgeräte für die 125 Kinder des SOS-Kinderdorf in Tirana in diesem Jahr angeschafft und installiert werden.

Olympiade in einem Kindergarten in Frankfurt

 In dem Kindergarten der kath. Gemeinde St. Hedwig in Frankfurt-Griesheim sind Kinder aus über 20 Nationen zuhause. Aufgrund verschiedener Anregungen, der Abstimmung mit einem örtlichen Sportverein und der finanzieller Unterstützung der Sportjugend Hessen finden bereits seit Jahren regelmäßige Spiel- und Sportstunden statt. Auch das Außengelände des Kindergartens wurde u.a. mit Kleinfeldtoren, Basketballkorb, Schwebebalken etc. sportlich gestaltet.

Im August 2008 konnte dank des Einsatzes der Kindergärtnerinnen und der Eltern die erste Kinder-Olympiade durchgeführt werden. Die Kinder hatten Flaggen ihrer Heimatländer gemalt, Tänze und Spiele vorbereitet. Es wurden diverse Spielstationen eingerichtet und schließlich Urkunden und Goldmedaillen für alle Kinder feierlich übergeben.

Besonders wichtig war, dass fast alle Eltern anwesend waren und die multinationale Veranstaltung lobten. Es war ein gelungenes integratives Fest.

Besuch einer albanisch-serbischen Sportgruppe in Frankfurt

Seit 2004 habe ich in Südserbien mit Hilfe einer dort tätigen Friedensinitiative diverse Spiel- und Sportplätze gebaut und renoviert. Inzwischen werden regelmäßig viele Arten von Sportver-anstaltungen, Kinder- und Jugend-Olympiaden, Marathons, Fahrradrallys etc. durchgeführt, an denen die unterschiedlichen Volksgruppen gemeinsam teilnehmen

Gemeinsam mit Friedensfachkräften aus Marburg habe ich im August den Besuch einer Gruppe von 50 Jugendlichen aus Südserbien, je zur Hälfte aus den  dort beheimateten albanischen und serbischen Volksgruppen, organisiert. In Frankfurt fand ein Empfang der Stadt  im Kaisersaal des Römers, ein Besuch der Commerzbank-Arena und des Senkenberg-Museums, Stadtbesichtigungen und ein Fußballspiel (das die Gäste  gewannen) statt.

 Der Jugendaustausch verlief ausgezeichnet. Inzwischen wurde darüber bereits eine Ausstellung in Serbien durchgeführt. Die Jugendlichen, die zum ersten Mal Deutschland besuchten, waren sehr begeistert.

 

Internationale Tage der Begegnung

 

Des Weiteren habe ich eine Jugendgruppe aus dem Kosovo – wo ich verschiedene Sportprojekte durchgeführt habe – für „Internationale Tage der Begegnung“ nach Frankfurt/Main vermittelt. 70 Jugendliche aus Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Polen, Rumänien, Tschechien, Ukraine und Ungarn  waren dazu im Oktober nach Frankfurt gekommen. Die von der kath. Kirche in Frankfurt-Griesheim durchgeführte Veranstaltung
mit Empfang durch die Stadt im Römer, Besuch beim Bischof in Limburg, verschiedenen sozialen Aktivitäten, Gottesdiensten und Bandfestival war außerordentlich erfolgreich.

Die Besuche der verschiedenen Jugendgruppen aus Mittel- und Osteuropa haben das große Interesse – auch der deutschen Jugendlichen - an solche Begegnungen gezeigt. Besonders dankbar waren die Gruppen aus Serbien, Kosovo und Ukraine für unsere Hilfe bei der Visumserteilung.

Die Jugendlichen erwarten mehr als wirtschaftliche Hilfen durch die EG und den EURO. Sie sind bereit und zum Teil bereits tätig sich für Friedensinitiativen einzusetzen um z.B. Konflikte mit Minderheiten im eigenen Land zu überwinden. Eine junge Teilnehmerin aus Ungarn formulierte bei ihrer Dankesrede im Kaisersaal des Römers wie folgt:


„…Ich glaube an die Macht des persönlichen Beispiels, wenn wir den ersten Schritt mit Achtung auf den anderen zugehen, selbst wenn er eine andere Staatsangehörigkeit hat oder einer anderen Religion angehört. Man soll seine Dominanz aufgeben, sein eigenes Ego vergessen und sich auf die Bedürfnisse der anderen konzentrieren …“

Weitere Aussichten

Für 2009 gibt es bereist verschiedene Anfragen und Absichten. U.a. ist der Bau von 2 weiteren Spiel- und Sportanlagen in Südserbien geplant. Auch bin ich zu einem Vortrag in der Schweiz eingeladen.


Ich danke insbesondere meiner Familie sowie allen Helfern und Spendern für jede Unterstützung. Meine Frau und ich wünschen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Herzliche Grüße                     Gisela und Klaus Blessing

Dezember 2007

25 Jahre Internationale Spiel- und Sport-Projekte
 
Die Idee für die Initiative entstand 1980 bei einer Reise durch Israel/Palästina mit dem  Besuchdes SOS-Kinderdorfes in Bethlehem. Die Kinder und Jugendlichen hatten keine Spiel- und Sporteinrichtungen zur Verfügung. Gemeinsam mit SOS International konnte ich ab 1982 in 15  Kinderdörfern Spiel- oder Sportgeräte/anlagen installieren oder reparieren. Hinzu kamen ca. 40 weitere Spiel- und Sport-Projekte in Schulen und Sozialeinrichtungen in diversen Ländern.

Bei allen Projekten in den letzten 10 Jahren konnte ich auch die olympische Idee und Werte (z.B. Fairness, Frieden, Völkerverständigung, Gleichberechtigung), und das Modell einer Schülerolympiade in Schulen und Vereinen erläutern, übersetzte Unterlagen erstellen lassen und übergeben. Z.B. in Albanien wurde für alle 2.400 Schulen eine entsprechende Broschüre herausgegeben  und die ersten „Schülerolympiaden“ durchgeführt, ebenso in Serbien und Mazedonien. In anderen Ländern bereitet man solche Veranstaltungen vor.

Wichtig war es dabei, in Frankfurt lebende Migranten sowie deren Freunde und Organisationen in Deutschland für vielfältige Hilfen und Projekte in ihren Herkunftsländern gewinnen zu können.

Eine Zusammenstellung aller Projekte finden Sie auf der Internet-Seite:
http://www.spiel-sport-projekte.de

Integration mit Spiel und Sport in Südserbien (2004-2007)

Im Süden von Serbien besteht die Bevölkerung aus jeweils ca. 50 % albanischen und serbischen Volksgruppen. Noch vor ca. 8 Jahren haben diese Volksgruppen gegeneinander Krieg geführt. Es gibt dort albanische und serbische Dörfer und die Kinder gehen in unterschiedlichen Schulen.

 Branka Jovanovic, eine serbische "Friedenfachkraft" des ZivilenFriedensDienstes in Bonn hat es sich zur Aufgabe gemacht, vermittelnd tätig zu sein. Ich habe sie bei der Ausstellung „Frieden braucht Fachleute“ kennengelernt, sie für Spiel und Sport als Integrationsmaßnahme interessiert und  2004 erstmals Südserbien besucht. Gemeinsam mit Schulen und Jugendgruppen haben wir Pläne für den Bau von Spiel- und Sportanlagen und für integrative Veranstaltungen, wie z.B. „Schülerolympiaden“, erstellt.

 Nach einer umfangreichen, aber erfolgreichen „Betteltour“ um Finanzmittel in Serbien und Deutschland konnten wir 2005 zwischen einem albanischen und serbischen Dorf  eine multifunktionale Sportanlage erstellen. Branka schrieb dazu seinerzeit:
 „Unsere Sportanlage in Oslare ist ein Versöhnungsort des ersten Grades geworden. Unglaublich, was diese Anlage bewirkt hat. Niemand fragt mehr, wer ein Serbe oder ein Albaner  ist.“

 Wir konnten mit den integrativen Erfolgen im Gepäck in einem Gespräch in Berlin auch das Auswärtige Amt begeistern und erreichten, dass weitere Sportanlagen sowie verschiedene Kinderspielplätze gebaut werden konnten, was in diesem Jahr abgeschlossen wurde. Erst kürzlich schrieb Branka dazu:


 „Die Spiel- und Sportanlagen sind ein Treffer schlechthin. Zur Zeit laufen verschiedene Fußballturniere. Besucherzahl bis 1.000! Die Dörfer leben nach vielen düsteren Jahren richtig auf…. Interessant ist auch die Nachricht aus der deutschen Botschaft in Belgrad: Das Auswärtige Amt in Berlin hat uns gebeten, einen Projektantrag für das Jahr 2008 zu senden…. Wir haben gerade von dem politischen Sprecher einer ehemals radikalen Partei eine sehr schöne Empfehlung für die Botschaft erhalten, was nun zeigt, dass unser Friedensprojekt, an dem Du Dich so grundsätzlich engagiert hast, auch in diesen Kreisen einen positiven Einfluss hat.“

 Außerdem wurde eine große integrative „Schülerolympiade“ der albanischen und serbischen Schulen der Umgebung durchgeführt, die vom Fernsehen aufgezeichnet wurde und heute als Modell gilt. Weiterhin fanden u.a. eine große „Friedens-Fahrradrally“ und ein Mini-Marathon statt.

Rundreise durch Mazedonien, Albanien, Kosovo und Südserbien (Mai 2007)

Gemeinsam mit  Freunden aus Südserbien und Kosovo habe ich eine Rundreise durch die o.g. Länder gemacht. In Skopje und Tirana besuchten wir die SOS-Kinderdörfer und konnten über Schülerolympiaden informieren, die bereits im Sommer durchgeführt wurden. Auch Verbesserungen im Spiel- und Sportbereich wurden vorschlagen, die mittlerweile z.T. bereits realisiert sind.

 In Albanien, wo ich mit Hilfe von KOLPING, des DOSB, der STADT  FRANKFURT und diversen SPENDERN von 2000 bis 2004 ca. 20 robuste Spiel- und Sportanlagen in Schulen erstellen konnte,  besuchten wir viele dieser Anlagen und konnten feststellen, dass sie alle funktionsfähig sind und täglich genutzt werden. Lediglich würde da oder dort ein neuer farbiger Anstrich sinnvoll sein. Das Olympische Komitee von Albanien freute sich über das mitgebrachte Informationsmaterial und hat bereits damit begonnen, gemeinsam mit Entwicklungshilfe-Organisationen in Schulen weitere robuste Sportanlagen zu installieren.

 Im Kosovo besuchten wir in Peja  die dortige Gemeinde und Schulsportanlage sowie in Prizren das Loyola-Gymnasium, für das ich die Pläne für die Sportanlagen erstellt habe. In Südserbien konnten wir die neuen o.g. Spiel- und Sportanlagen besichtigen.

 Da ich in den genannten Ländern in den letzten Jahren bereits viele Male tätig und unterwegs war, kann man zusammengefasst sagen, dass sich die Verhältnisse überall verbessert haben. Das gilt insbesondere für viele neue oder verbesserte Straßen, neu angelegte Grünanlagen, renovierte Häuser und Schulen, neu entstandene Industrieanlagen, Handwerksbetriebe, Hotels, Tankstellen oder Restaurants. Sichtbar bei dieser Entwicklung ist jedoch nach wie vor ein großes Gefälle zwischen den Städten und dem Land. In Albanien gibt es weiterhin  täglich mehrere Stunden dauernd einen Stromausfall. Auch sind noch immer Suppenküchen für Kinder und alte Leute notwendig. Viele Familien sind auf Überweisungen von im Ausland beschäftigten Angehörigen angewiesen.

Bau einer Modell-Schulsportanlage in Eritrea (Besuch im Oktober 2007)

Eritrea hat ca. 4,8  Millionen Einwohnern, davon lebt  knapp 1 Million im Ausland. Die Hauptstadt Asmara macht einen sauberen und geordneten Eindruck. Die Märkte sind voll mit einheimischen Waren, andererseits stehen die Menschen wegen Milch und subventioniertem Brot Schlange.

Ganz anders auf dem Lande: Ärmliche und primitive Behausungen stehen in einem scharfen Kontrast zu der schönen Gebirgslandschaft.  Ich konnte dort eine Reihe von Schulen kennen lernen, die alle sehr einfach ausgestattet sind. Ein buntes Bild geben die Kinder mit ihren farbigen Schuluniformen. Deshalb freute ich mich in einer solchen ländlichen Schule für 3.000 Kinder und Jugendlichen je einen Basketball-, Volleyball- und Fußball-/Handballplatz mit den erforderlichen robusten Sportgeräten installieren zu können. Die Lehrer und älteren Jugendlichen haben dabei tüchtig mitgewirkt. Auch die Werkstätten, die für mich Sportgeräte anfertigten und das Transportunternehmen leisteten gute Arbeit. Es war für mich eine große Freude, die Dankbarkeit der Kinder, Lehrer, Eltern und der Gemeindeverwaltung erleben zu dürfen.

Das Modell-Projekt wurde durch das Olympische Komitee von Eritrea beantragt und im Auftrag des DOSB und des Auswärtigen Amtes ermöglicht. Ich hielt mich zweieinhalb Wochen in Eritrea auf und hatte auch Gelegenheit, Informationsveranstaltungen über die olympische Erziehung durchzuführen. Der deutsche Botschafter Alexander Beckmann, der das Projekt interessiert begleitete, schrieb mir in einer e-Mail vom 25.10.2007:
„Ich freue mich, dass Sie…Ihr Projekt trotz der Kürze der Zeit erfolgreich abschließen konnten. Für Ihr Engagement möchte ich mich sehr herzlich bei Ihnen bedanken. Sie haben damit nicht nur für die Kinder und Jugendlichen etwas Gutes getan, sondern auch einen wichtigen Beitrag für die deutsch-eritreischen Beziehungen geleistet. Ich würde mich freuen, wenn wir die Zusammenarbeit fortsetzen und Sie noch einmal in Eritrea begrüßen könnten.“

Eritrea (der Name bedeutet Rotes Meer) und das Königreich von Äthiopien  wurden bereits im 1. Jahrhundert in einer Handelsroutenbeschreibung als wichtig für den Im- und -Export von Waren zwischen Ostafrika und Indien genannt. Das Christentum fasste dort früh Fuß. Die aufkommende Ausbreitung des Islams führte im 12. Jahrhundert zum Niedergang des Königreiches, als die alten Handelswege blockiert wurden. Abgeschlossen von der Außenwelt, konnten sich Teile dieser (christlichen) Kultur im Hochland von Eritrea und Äthiopien  und einem neuen Königreich bewahren.

 1974 endete dieses Königreich durch einen Militärputsch,  bei dem Kaiser Haile Selassie abgesetzt wurde. 1890 eroberten die Italiener das Land und gründeten die Kolonie "Eritrea".1961 begann der Unabhängigkeitskampf Eritreas. 1993 erfolgte die Gründung des Staates Eritrea mit der Anerkennung durch die UNO.  


Ich danke insbesondere meiner Familie sowie allen Helfern und Spendern für jede Unterstützung.

Meine Frau und ich wünschen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Herzliche Grüße                   Gisela und Klaus Blessing

Dezember 2006

Liebe Freundinnen, liebe Freunde!

1. Konfliktbewältigung mit Spiel und Sport im Grenzgebiet Serbien, Albanien, Kosovo, Mazedonien

Im Mai dieses Jahres war ich erneut in Südserbien und Kosovo. Zuvor konnte ich gemeinsam mit einer serbischen Friedensfachkraft und ihrem Team erreichen, dass das Auswärtige Amt (AA) in Berlin den Bau von zwei Sportanlagen finanziert. Eine erste mit privaten Spenden finanzierte Anlage konnten wir bereits 2005 fertig stellen. Sie wurde zum Modell für die Verständigung der dortigen albanischen und serbischen Volksgruppen, die noch vor wenigen Jahren Krieg gegeneinander geführt haben.

Die erste der vom AA finanzierten Anlagen ist inzwischen fertig gestellt, die zweite noch im Bau. Ich habe vor Ort bei den Planungen mitgearbeitet. Außerdem konnten wir 2 Kinderspielplätze mit privaten Spenden erstellen Darüber hinaus haben wir eine integrative Schülerolympiade durchgeführt, bei der albanische und serbische Jugendliche miteinander friedliche Wettkämpfe durchführten.
 
Spiel und Sport trägt in dieser Region inzwischen wesentlich zur Konfliktbewältigung und Friedenser-haltung bei. Im Hinblick auf die Wahlen in Serbien im Januar 2007 und der anschließend bevorstehenden Entscheidung über die Zukunft des Kosovo ist dies besonders wichtig.
 
Bei einem Tagesausflug nach Prizren im Kosovo konnte ich feststellen, dass dort im Loyola-Gymnasium eine Sportanlage nach meinen Plänen erstellt wurde, und außerdem weitere Sport-Informationen übergeben.

2. Sri Lanka: Hilfen für ehemalige Kindersoldaten, Straßenkinder und Tsunami-geschädigte Kinder

Im August war ich zum zweiten Mal im Auftrag des Deutschen Olympischen  Sportbundes (früher NOK) in Sri Lanka. Begleitet hat mich ein guter Freund, Dr. Marcus Scherer aus Stuttgart, der tüchtig mitarbeitete.

An den Verhältnissen in Verbindung mit dem Tsunami hat sich wenig geändert. Die zerstörten Häuser werden nur zögerlich aufgebaut, an ihrer Stelle sind im Strandbereich überall Holzhütten entstanden oder im Bau. Einige größere Bauprojekte konnten jedoch inzwischen mit guten Ergebnissen abgeschlossen werden.

Das im letzten Jahr in Kalutara (ca 30 km südlich von Colombo) angelegte Sportfeld für Kinder und Jugendliche ist in einem guten Zustand und wird fleißig genutzt.
Zusätzlich waren wir in diesem Jahr in Negombo (ca. 20 km nördlich von Colombo) im "Don Bosco Technical Centre" tätig.  Diese Organisation hat für Tsunami-Flüchtlinge eine Siedlung für 400 Familien mit weit über 1000 Kindern erstellt. In dem Technical Centre werden ca. 600 Jugendliche in verschiedenen Berufen ausgebildet. Darüber hinaus besteht ein Internat mit über 100 Kindern und Jugendlichen. Es sind dies so genannte Straßenkinder, ehemalige Kindersoldaten sowie Kinder, die zur Prostitution gezwungen wurden. Wir konnten zur Begeisterung der Kinder mit verschiedenen Spiel- und Sportmaterialien helfen.


Insgesamt konnten wir  für 5 Sportfelder in Colombo, Kalutara und Negombo robuste Fußball-/Handball-Tore, Minitore und Korbballanlagen mit Hilfe einheimischer Handwerker und der Verantwortlichen erstellen und Anleitungen für den Eigenbau weiterer Sportgeräte geben.
      
3. Besuch in Bosnien-Herzegowina

Gemeinsam mit einer Gruppe der Ackermann-Gemeinde, eine katholische Gemeinschaft, die praktische Friedensarbeit im Dienste der Völkerversöhnung - vor allem mit den Völkern Ostmitteleuropas – leistet, war ich im September eine Woche in Sarajewo, Mostar und Srebrenica unterwegs. Die Reise ergab interessante Einblicke in die Religionen auf dem Balkan: einerseits sind dort die orthodoxe und die katholische Kirche aktiv und andererseits gibt es massive Bestrebungen der islamischen Welt, Einfluss zu gewinnen.

Für zwei „europäische Schulen“ konnten wir Pläne für Spiel- und Sportanlagen erstellen, die im nächsten Jahr realisiert werden sollen. Allerdings ist die Finanzierung noch nicht geregelt.

4. Sportprojekte in Frankfurt

Gemeinsam mit der Mädchengruppe des Vereins KiZ-Gallus, der vornehm-lich türkisch-stämmige Kinder betreut, habe wir eine DVD mit dem Titel „Spurensuche“ erstellt. Ziel des Projektes war es u.a., mit einem zwei-sprachigen Projekt die Verbindung beider Sprachen bewusst zu gestalten und an der eigenen kulturellen Identität zu arbeiten.
Die Mädchen haben im Internet recherchiert, übersetzt, gefilmt, vertont sowie die Präsentations-Technik und Erstellung einer DVD kennen gelernt.      
 
Unter dem Titel: „Nein zu Rassismus im Fußball und Alltag! Solidarität im Stadion und auf der Strasse!“ habe ich an der „KidsWM“ im Gallus gemeinsam mit dem Sportkreis, deutschen und ausländischen Vereinen teilgenommen und eine DVD im Vorfeld der Weltmeisterschaft erstellt.
Auf der DVD enthalten sind außerdem Videos von 40 verschiedenen Fußball-Techniken des DFB in 8 verschiedenen Sprachen vom Dribbeln, Köpfen, Passen bis zu Tricks bekannter Fußballgrößen.


Ich danke insbesondere meiner Familie sowie allen Helfern und Spendern für alle Unterstützungen.

Meine heutige Bitte an Sie/Dich ist wieder, die genannten oder ähnlichen Projekte zu unterstützen. Über eine Überweisung mit dem Verwendungszweck „Spiel-Sport-Projekte“ würde ich mich sehr freuen:

Kontoinhaber: Klaus Blessing       Konto-Nr. 1158385      Sparda-Bank, Frankfurt     BLZ 500 905 00

Für jede Spende werde ich persönlich danken. Auch eine steuerlich anerkannte Spendenquittung kann ich jederzeit - wenn gewünscht - über die verschiedenen Projekt-Partner ausstellen lassen.

Meine Frau und ich wünschen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.
 
Herzliche Grüße           Gisela und Klaus Blessing

Dezember 2005

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
Ich werde im Ausland immer wieder angesprochen: „Kannst Du mir helfen nach Deutschland zu kommen? ...um zu studieren, zu arbeiten, in ordentlichen Verhältnissen zu leben“. Meine Antwort darauf ist immer wieder: „Ich bin gekommen, um Euch zu helfen, damit Du in Deiner Heimat bleiben kannst und willst; bitte helfe auch Du dabei“.

Zum Ende des Jahres möchte ich Ihnen/Euch wieder über den Stand der Projekte und Aktivitäten berichten. Ich will neben Projektergebnissen über Beobachtungen und Eindrücke in den besuchten Länder berichten. Sie können selbstverständlich nur meine persönliche Meinung wiedergeben.

Inhalt:

1. Konfliktbewältigung mit Spiel und Sport im Grenzgebiet Serbien, Albanien, Kosovo, Mazedonien
2. „Arbeit für den Frieden“ bei einer Jugendbegegnung in Weißrussland
3. Hilfen für vom Tsunami geschädigte Kinder und Jugendliche in Sri Lanka
4. Sportprojekte in Frankfurt (mit Hilfe des Arbeitskreises „Erfahrungswissen für Initiativen“)
5. Zitate Kofi Annan und Jacques Rogge, Zusammenfassung


1. Konfliktbewältigung mit Spiel und Sport im Grenzgebiet Serbien, Albanien, Kosovo, Mazedonien


Können Sie sich vorstellen: Albanische und serbische Volksgruppen in Südserbien (je ca. 50 % der Bevölkerung), die noch vor 6 Jahren Krieg gegeneinander geführt haben, die in verschiedenen Gemeinden leben und deren Kinder in unterschiedliche Schulen gehen, spielen und tanzen plötzlich wieder miteinander. Grund dafür ist eine im Jahre 2005 innerhalb weniger Monate geplante und erstellte „internationale“ Sportanlage, die auch für open-air-Veranstaltungen genutzt wird.

Ich konnte mit Hilfe diverser Sponsoren und Spendern aus Deutschland und einer serbischen „Friedensfachkraft“, die ebenfalls viele Spenden sammelte und Mitarbeiter gewann, dabei helfen, dass sich die Menschen in dieser sehr armen Region wieder näher kamen. Es zeigt sich damit, dass sie bereit sind unter der Anleitung von Fachleuten auch tiefe Gräben zu überwinden und insbesondere für die Zukunft ihrer Kinder gemeinsam tätig zu werden. Engagiert haben sich dabei auch die Kirchen: Die Kontrolle und Pflege der Anlage wird auf Anregung des moslemischen Iman und des serbisch-orthodoxen Priesters von einem albanisch-serbischen Rat vorgenommen.

Tägliche Praxis ist es, dass albanische und serbische Kindergärten, Schulen, Jugendclubs und auch Erwachsene auf der Sportanlage gemeinsam spielen, trainieren, Mannschaften bilden und dabei die Regeln des Sports beachten. Inzwischen wurde auch bereits der erste Kinder-Spielplatz mit Schaukeln, Wippen und Rutschen (nach meinen Vorgaben) gebaut und eingeweiht. Weitere solcher Spielplätze und zwei Sportanlagen sollen 2006 folgen.

Spiel und Sport trägt damit zur Konfliktbewältigung  und Friedenserhaltung bei. Das ist gerade jetzt sehr wichtig, da die Verhandlungen über die Zukunft des Kosovo (5 km entfernt) begonnen haben und deren Ergebnis auch für die gesamte Grenzregion von großer Bedeutung sein werden.

2. „Arbeit für den Frieden“ bei einer Jugendbegegnung in Weißrussland

Das Land hält regelmäßig mit großen Siegesfeiern und Heldenberichten die Erinnerung an den 1. und 2. Weltkrieg  wach; von Versöhnung ist dabei offensichtlich nicht die Rede. Das Land pflegt außerdem wenige Kontakte zur EU und isoliert sich zunehmend, wie auch der deutsche Botschafter kritisch anmerkte. Das wirkte sich auch auf die Zusammenarbeit zwischen den nationalen olympischen Komitees aus, die leider nicht zustande kam.

Erfreulich ist aber der Kontakt zum SOS-Kinderdorf. Ich konnte für dessen Sozialzentrum, das sich vorbildlich um krebskranke Kinder aufgrund der Verstrahlung aus dem Atomreaktor Tschernobyl kümmert, verschiedene Psychomotorik-Geräte mitbringen.

Der Volksbund Deutscher Krieggräberfürsorge konnte es 2005 endlich erreichen, den ersten deutschen Soldatenfriedhof in diesem Land bauen zu dürfen (vergleichsweise befinden sich in der Obhut des Volksbundes heute 806 Krieggräberstätten in 43 Staaten mit fast 2 Millionen Kriegstoten aller Nationalitäten). In einem Bezirk Weißrusslands durfte die Suche, Ausgrabung und Umbettung von Gebeinen gefallener deutscher Soldaten erfolgen. Dabei konnten viele Identifizierungen erfolgen und die Angehörigen informiert werden.

In Verbindung mit der Einweihung des Soldatenfriedhofes fand eine Begegnung unter dem Motto „Arbeit für den Frieden“ zwischen je 20 weißrussischen und deutschen Jugendlichen statt. Ich konnte an diesem Zeltlager teilnehmen und auf Anregung des Volksbundes gemeinsam mit den Jugendlichen und dem Technischen Hilfswerk Landesverband Berlin-Brandenburg-Sachsen-Anhalt verschiedene Spiel- und Sportmöglichkeiten schaffen. So haben wir in der Kleinstadt Beresa im Südwesten von Weißrussland in Armenvierteln Tore, Schaukeln, Rutschen etc. gebaut und installiert.
    
3. Hilfen für vom Tsunami geschädigten Kinder und Jugendliche in Sri Lanka

Ich war im November im Auftrag des NOK in Sri Lanka tätig, um dort Aufbauarbeit zu leisten. Das „Urlaubsparadies“ Sri Lanka mit herrlichen Stränden, reicher Vegetation, freundlichen Menschen, verschiedenen Sehenswürdigkeiten oder komfortablen Hotels mit Ayurveda-Angeboten hat leider – und nicht erst nach dem Tsunami – auch viele Schwächen: der Müll liegt überall herum, Häuser verfallen, aggressives Verkehrsverhalten, große Luftverschmutzung in den Städten, Bettler auf den Straßen.

Der Tsunami hat das noch verstärkt, insbesondere auch dadurch, dass der Küstenbereich weitgehend zerstört wurde. Die Menschen leben zum Teil heute noch in Hütten oder Zelten, die meisten sind jedoch bei Familienangehörigen und Freunden untergekommen.

Ich konnte sehen, dass mit Hilfe von in- und ausländischen Sponsoren und Hilfsorganisationen – und mit viel Selbsthilfe - zur Zeit viele „Tsunami-Häuser“ und auch Siedlungen gebaut werden. Eine Delegation der Johanniter-Hilfsorganisation berichtete mir von dem Besuch von 9 Projekten zum Bau von Häusern, Wasser- und Stromleitungen usw. im ganzen Land, die alle ordentlich verlaufen. Interessant ist auch, dass viele Touristen Sach- und Geldspenden mitbringen, Kontakte geknüpft werden oder bereits bestehen, und vielfältig Hilfe geleistet wird.
Besonders leidtragend sind nach wie vor Kinder und Jugendlichen. Viele  Schulen, Kindergärten sowie Jugend- und Behinderten-Einrichtungen sind zerstört, bzw. völlig überfüllt. Ich besuchte z.B. ein Schule ca. 10 km im Landesinneren, die  z.Zt. 1.500 Schüler hat  und die trotz völlig unzureichender Räumlichkeiten täglich weitere Kinder und Jugendlichen aufnehmen muss, die in einer nahen Tsunami-Siedlung für 200 Familien angesiedelt werden. Es bestehen keinerlei Spiel- und Sportmöglichkeiten. Bei einem zweiten Besuch in der Schule konnte ich inzwischen angefertigte Fußball-, Handball-Tore, ein Volleyballnetz und viele Bälle mitbringen. Außerdem hat ein städtischer Fußballclub erklärt,  eine Patenschaft mit Trikotspenden, Trainingsunterstützung und Spieleinladungen zu übernehmen.

Auch besuchte ich drei Einrichtungen für behinderte Kinder. Das Leid ist unvorstellbar. Eine deutsche Hilfsorganisation beabsichtigt,  wie ich mit dem dort tätigen Therapeuten im Einzelnen abstimmen konnte, verschiedene Psychomotorik-Geräte im Januar dorthin zu bringen. Für Ballspiele haben wir bereits Korbballanlagen und Minitore angefertigt und übergeben.

Unterstützt wurde ich von Holger Obermann, Journalist und Entwicklungshelfer, der meinen Aufenthalt bestens vorbereitete, und der  parallel diverse Trainerlehrgänge im Auftrag der FIFA durchgeführt hat. Gemeinsam konnten wir die von „meinen“ fleißigen Handwerkern erstellten vielfältigen Spiel- und Sportgeräte und – erstmals in Sri Lanka – eine Kleinfeldsportanlage für Kinder und Jugendliche übergeben.Großes Interesse fand auch die Video-Kassette mit Sportanleitungen diverser Sportarten.
     
4. Sportprojekte in Frankfurt (mit Hilfe des Arbeitskreises „Erfahrungswissen für Initiativen)

Nach dem Projekt mit deutsch-türkischen Kindern im KiZ Gallus im letzten Jahr konnte dieses Jahr mit zweisprachigen russisch-stämmigen Jugendlichen und deren Pädagogen des Vereins „deutsch-russische Jugend e.V.“ in Frankfurt ein weiteres Projekt durchgeführt werden. Die Jugendlichen halfen mit, die vom Deutschen Fußball Bund zur Verfügung gestellten Videos und vom SOS-Kinderdorf in Weißrussland übersetzten Texte in russisch und deutsch zu vertonen, und lernten dabei gleichzeitig interessante Fußballtechniken und Tricks kennen. Abschließend erhielten sie eine gebrannte DVD mit den Ergebnissen der gemeinsamen Arbeit.

Im katholischen Kindergarten St. Hedwig in Frankfurt konnten verschiedene Sportgeräte und regelmäßige Turnstunden nach dem Motto „mehr Bewegung in den Kindergarten“ eingeführt werden.

Die Sportanleitungen über Muskeltraining wurde von der „Kinder- und Jugendhilfe, Frankfurt e.V.“, die straffällige Jugendliche betreut, übernommen und für Kurse und diverse Aktivitäten genutzt.
    
5. Zitate Kofi Annan und Jacques Rogge, Zusammenfassung

 

Beeindruckt und ermutigt, meine Arbeit fortzusetzen, haben mich folgende Zitate:

Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, zum UN-Jahr des Sports 2005:„...Ich bin überzeugt, dass die Zeit reif ist, Regierungen, Entwicklungshilfeorganisationen und Gemeinden zu ermutigen, Pläne zu entwickeln, wie Sport systematisch in Konzepte aufgenommen werden kann, um Kindern zu helfen, speziell solchen, die in Gebieten mit Armut, Krankheiten und Konflikten leben“.

Jacques Rogge, Präsident des Internationale Olympischen Komitees:
„Der Sport ist nicht nur für den Körper gut, sondern schult den Verstand, lehrt die Notwendigkeit und Befolgung von Regeln, ist die beste integrative Kraft und wird seiner sozialen Verantwortung nicht nur im Behindertensport gerecht“


Ich danke insbesondere meiner Familie sowie allen Helfern und Spendern für alle Unterstützungen.

Meine heutige Bitte an Sie/Dich ist wieder, die genannten und weitere Projekte zu unterstützen. Nur so bin ich in der Lage, den Kindern und Jugendlichen vor Ort zu helfen. Über eine Überweisung zu dem Verwendungszweck „Spiel-Sport-Projekte“ würde ich mich sehr freuen:

Kontoinhaber: Klaus Blessing           Konto-Nr. 1158385          Sparda-Bank Frankfurt                 BLZ 500 905 00
Zu jeder Spende werde ich persönlich Stellung nehmen. Auch eine steuerlich anerkannte Spendenquittung kann ich jederzeit - wenn gewünscht - über die verschiedenen Partner ausstellen lassen.
Ich wünsche eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.


Herzliche Grüße           Klaus Blessing

Dezember 2004

Spiel und Sport für Kinder und Jugendliche in Rumänien und Albanien

Liebe Freundinnen und Freunde,

wie in den Vorjahren habe ich wieder Berichte über Beobachtungen und Eindrücke in den besuchten Länder angefertigt, die selbstverständlich nur meine persönliche Meinung wiedergeben können. Einzelheiten und Bilder können Sie auch meiner Internet-Seite "www.spiel-sport-projekte.de" entnehmen.

Rumänien

Im November war ich zwei Wochen mit einem jungen Helfer, Michael Röder, in Rumänien. In 4 Schulen konnten wir mit Hilfe guter Kontakte und verschiedener Spenden für ca. 2.500 Kinder und Jugendlichen unsere robusten Sportgeräte gemeinsam mit örtlichen Handwerkern bauen und installieren. Außerdem haben wir Schuldirektoren und Sportlehrer über Trainingsmethoden und olympische Themen informiert, Videokassetten und Texte erläutert und übergeben, die z.T. bereits ins Rumänische übersetzt wurden.

Der Prefekt (Präsident) des Kreises Maramures lobte die Sportanlagen als Modelle, die auch in anderen Schulen realisiert werden sollten und ergänzte, dass wir mit unserem Besuch und unserer nachhaltigen Arbeit ein ganz wesentliches Ziel erreicht haben: die Köpfe und Herzen der Schülerinnen und Schüler zu gewinnen. Die Lehrer forderte er auf, Sport in der Schule als Gesundheitsvorsorge, Erziehung zu fairem Verhalten in der Gemeinschaft sowie als Konfliktprävention zu betreiben. Der Unterzeichner konnte erläutern, dass es ein weiteres wichtiges Ziel der Initiative sei, in Deutschland lebende Rumänen ( "ich will den Kindern meiner Heimat helfen") sowie sonstige Interessenten an der Umsetzung dieser Hilfe zur Selbsthilfe zu beteiligen. Über eine Kontaktaufnahme in diesem Zusammenhang würden wir uns sehr freuen.

Wir hielten uns im Kreis Maramures im Nordwesten von Rumänien, ca 50 km von der Grenze zur Ukraine, auf. Dies ist eine schöne hügelige Landschaft mit vielen alten Holzkirchen und Klöstern, sowie den schneebedeckten Ostkarpaten im Hintergrund. Aber der Schein trügt: Der Kreis hat erhebliche Umweltprobleme und verbunden damit soziale Schwierigkeiten, verursacht durch diverse Unglücksfälle in Goldbergwerken mit der Vergiftung der Gewässer und des Landes durch Cyanid. Aus diesem Grund liegt der Tourismus fast vollständig brach.

Hinzu kommt, dass die Menschen in Rumänien in der Zeit des Kommunismus unter Ceausescu (1965 bis 1989) ein bedrückendes Gefühl von Ohnmacht hatten. Nun nach der Wende haben diese Menschen es schwer, sich das Neue anzueignen und zu Nutze zu machen, zumal sich fast monatlich die Gesetze für Wirtschaft, Finanzen oder Verwaltung ändern, der Monatsverdienst und die Rente extrem niedrig sind, eine sehr hohe Arbeitslosigkeit besteht und die rumänische Währung immer weniger wert ist. Ergebnis ist heute, dass der Optimismus und Aktionsdrang der frühen 90er Jahren durch Ernüchterung und ständige Enttäuschungen zum großen Teil verloren gegangen sind. Ein sehr wesentlicher Einschnitt in Rumänen war auch der Weggang von vielen 100.000 Deutschen und Ungarn in den letzten Jahren. Zurück blieben die älteren und kranken Menschen meist ohne Versorgung.

Beispiele: Während unserer Anwesenheit wurden zum 1.11. die Energiepreise in diesem Jahr zum wiederholten Male wesentlich erhöht. Die Werkstatt der Gemeinde, in der wir die Sportgeräte bauten, ist praktisch noch ein "Kombinat" alter Prägung und besteht aus uralten Gebäuden mit undichten Dächern. Überall verfallen viele Privathäuser und Wohnblöcke , die Heizungen funktionieren z.T. nicht, Ofenrohre ragen aus den Fenstern. Holz für den Winter wird überall gestapelt. Die wenigen Sportgeräte in Schulen sind meist defekt, Spielgeräte gibt es nicht einmal im Kindergarten. In unserem Ort gab es eine "Special" - Schule mit 165 Schülern und angeschlossenem Kinderheim, in der wir auch Sportgeräte installierten. Wir erfuhren, dass sich heute in den Heimen vor allem Waisenkinder sowie ausgesetzte und behinderte Kinder sammeln, deren Eltern für sie aufgrund ihrer Armut nicht sorgen können. Gemäß der Internationale Gesellschaft für Menschenrechte e.V. (II/2003) "verdanken die zahlreichen Kinderheime in Rumänien noch heute ihre Existenz einer dunklen Vergangenheit. ....Ceausescu sonderte nach staatlichen Intelligenztests Kinder aus, die unter erschütternden hygienischen Bedingungen dahinvegetierten.... Angesichts der desolaten Wirtschaftslage und des knappen Sozialbudgets handelt es sich hier um eine Aufgabe, mit welcher der rumänische Staat allein finanziell überfordert ist.". Aufgefallen sind uns auch viele bettelnde Kinder und Romas.

Aber es gibt auch positive Ansätze: Einige Geschäfte, Banken und Restaurants sind privatisiert und bauen ihr Angebot und Anwesen aus. Eine holländische Hilfsorganisation baut eine Sozialstation auf. Unsere Kontaktperson in Rumänien kümmert sich intensiv um die sozialen Probleme von Kindern (z.B. Kleidung besorgen, Schulspeisung) und um Umweltprobleme (sie hat bereits 70 "Grüne Gruppen" ins Leben gerufen). Wir lernten Geschäftsleute aus Deutschland kennen, die in einer nahen Stadt eine Produktionsstätte für EDV-Produkte (mit billigen rumänischen Arbeitskräften) aufbauen; sie konnten inzwischen auch Land erwerben. Es gibt keinen Stromausfall mehr oder Wasserprobleme. Die größeren Straßen sind sauber wenn auch meist ohne Bürgersteige und Beleuchtung; als wir einmal ein Problem mit dem Auto hatten, half man uns bereitwillig. Die ersten Computer sind in den Schulen eingezogen. Die Jugendlichen sind sehr sportbegeistert und kennen viele Bundesligaspieler. Sie schauen optimistisch in die Zukunft und hoffen auf eine baldige Aufnahme in die EU und wünschen sich den EURO als Zahlungsmittel.

Im "Kampf um die Jugend" hatte das kommunistische System den Kirchen jede Arbeit mit Kindern, den Religionsunterricht und die Führung von Schulen untersagt.

Die nicht orthodoxen Kirchen in Rumänien kümmern sich inzwischen wieder intensiv um die sozialen Probleme der Jugend und der älteren Menschen, z. B. durch Suppenküchen, Bau von Altersheimen oder Schulen, zum Teil verbunden mit Internaten. Die Teilnahme Jugendlicher an Veranstaltungen der Kirchen und der Drang zur Einschulung in deutsche Schulen ist groß; man verspricht sich damit auch eine Zugehörigkeit zum deutschen Kultur- und Sprachraum und die Möglichkeit, vielleicht einmal in Deutschland, der Schweiz oder Österreich studieren zu können. In diversen Klassen der deutschen Schule wurden wir interviewt und konnten wir viele solcher Absichten hören. Die katholische Kirche in Deutschland mit dem Sozialwerk "Renovabis" und die protestantische Kirche mit dem "Gustav-Adolf-Werk" (in dessen Auftrag wir in Rumänien waren) setzen sich gemeinsam mit den rumänischen Kirchen in vielfältiger Form für die Bewältigung der Probleme ein.

Rumänisch/orthodoxe Priester erläuterte uns bei verschiedenen Klosterbesuchen, dass auch ihre Kirche damit begonnen hat, Jugendarbeit anzubieten und Schülerheime aufzubauen.

Albanien

Bei meinem Besuch im März 2003 konnten ich in vier weiteren Schulen mit Hilfe von Sponsorengeldern Schul-Sportanlagen eröffnen. "Unsere" robusten Spiel- und Sportgeräten wurden bereits vielfach nachgebaut.

Mit Unterstützung des NOK Deutschland und der Hilfe von KOLPING ALBANIENHILFE WEILHEIM/OBB haben wir die Unterlagen für eine "Schülerolympiade" (olympische Erziehung an deutschen Schulen) übersetzt. Inzwischen hat das NOK Albanien und das albanische Erziehungsministerium entsprechende albanische Broschüren für alle Schulen herausgegeben. Im Frühjahr wird eine erste Olympiawoche an den Schulen in Albanien stattfinden.

Die von Baron Coubertin vor über 100 Jahre aufgestellten olympischen Grundsätze haben mich in diesem Jahr besonders fasziniert. Sie sind m.E. nach wie vor insbesondere für Kinder und Jugendliche hoch aktuell:

Die harmonische Ausbildung des ganzen Menschen
...nicht nur Psyche und Intellekt sondern gleichermaßen muss auch die körperliche Seite teilhaben...

Die persönliche Verbesserung durch Sport
...wichtig für den schwachen Schüler oder den behinderten Sportler: etwas besser zu können als bisher...

Die freiwillige Beachtung von Regeln und Geboten
...durch faires Verhalten eine eigene, für alle Beteiligten befriedigende, "bessere" Welt zu gestalten....

Der Friedensgedanke und die Völkerverständigung
...Schulen werden von unterschiedlichsten Nationalitäten besucht: Verständnis für kulturellen Eigenarten...

Die Gleichberechtigung im und durch Sport
...Gleichberechtigung ... der Weltanschauungen, der Rassen, Kulturen und Geschlechter....

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Herzliche Grüße                Ihr Klaus Blessing

Dezember 2003

Inhalt:
1. Sportprojekte mit türkischen Kindern und Jugendlichen in Frankfurt
2. Sportprojekte im Grenzgebiet Serbien, Albanien, Kosovo, Mazedonien
3. Olympische Erziehung zu Fairness, Völkerverständigung in Albanien
4. Sportprojekte in Weißrussland
5. Bau einer Mehrzwecksportanlage in Afghanistan

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

zum Ende des Jahres möchte ich Ihnen/Euch über den Stand unserer Projekte und die Aktivitäten 2004 berichten. Wie in den Vorjahren habe ich  Berichte über Beobachtungen und Eindrücke in den besuchten Länder angefertigt. Sie können selbstverständlich nur meine persönliche Meinung wiedergeben. In diesem Jahr kommen auch integrative Sportprojekte in Frankfurt hinzu.

1. Sportprojekte mit türkischen Kindern und Jugendlichen in Frankfurt

Ein interessantes Projekt konnte dieses Jahr mit zweisprachigen türkisch-stämmigen Kindern und Jugendlichen und deren Pädagogen des KiZ Gallus (Kinder im Zentrum) in Frankfurt durchgeführt werden. Die Jugendlichen halfen mit, die vom Deutschen Fußball Bund zu Verfügung gestellten Videos mit kurzen Texten in die türkische Sprache zu übersetzen und zu vertonen, und lernten dabei interessante Fußballtechniken und Tricks kennen.

Das Projekt setzte sich bewusst mit der deutschen Sprache und der Muttersprache  auseinander. Die Sprachkompetenzen (z.B. Grammatik, Satzstellung) in beiden Sprachen wurden dabei gefördert. Durch die ausgedruckten Texte konnten die Jugendlichen außerdem die Sprachen vergleichen und besser verstehen. Da der Text zusätzlich vertont wurde,  konnten Jugendlichen lernen, in türkisch und deutsch besser vorzulesen.

Am Ende des  Projekts erhielt jeder Projektteilnehmer eine  DVD mit den erarbeiteten Ergebnissen - einschließlich verschiedener Bilder und Erläuterungen. Die Eltern wurden somit über die erfolgreiche Mitarbeit ihres Kindes informiert und können sich die zweisprachige Fußball-Präsentation zuhause ansehen.

Inzwischen wurde ein ähnliches deutsch-türkisches Projekt zur Übersetzung von Materialien über Folklore mit Mädchen gestartet. Ein deutsch-russisches Fußball-Projekt ist in Vorbereitung.
Die Projekte kamen mit Hilfe der Freiwilligenagentur BüroAktiv in Frankfurt und des Modellversuches „Erfahrungswissen für Initiativen“ des  Bundesfamilienministeriums zustande.

2. Sportprojekte im Grenzgebiet Serbien, Albanien, Kosovo, Mazedonien

Im November war ich in der Region Bujanovac in Südserbien. Gemeinsam mit einer "Friedensfachkraft" und Mitarbeitern ihres Teams, habe ich in 6 Dörfern (ca. 15.000 albanische und serbische Einwohner sowie Angehörige der Roma) alle Schulen und Kindergärten besucht. Verschiedene Dörfer haben eine ethnisch gemischte, anderen Dörfer eine ausschließlich albanische oder serbische Bevölkerung.

Besonders beeindruckend war der schlechte Zustand der Häuser und zum Teil auch der Straßen. Es bestehen fast keine bzw. nur defekte Spiel- und Sportanlagen.
 
Fast alle Jugendliche berichteten, dass sie arbeitslos sind und lediglich  Gelegenheitsarbeiten durchführen. Für sie sind deshalb kürzlich in angemieteten Wohnungen kleine Jugendzentren geschaffen worden. Sie sind zu einer täglichen Begegnungsstätte der albanischen und serbischen Jugendlichen geworden. Hier finden auch - organisiert durch die "Friedensfachkräfte" - verschiedene Aktivitäten statt, z.B. Computer-Schulungen, Englisch- und Deutschkurse, Handarbeiten, Kochkurse, Schachspielen.

Die Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und insbesondere auch die Verantwortlichen in den Schulen und Kindergärten erläuterten, dass mit Spiel- und Sportanlagen viele Begegnungen und Aktivitäten der verschiedenen Volksgruppen durchgeführt werden könnten. Insbesondere würden auch die Schulen profitieren, die Sportunterricht vorsehen möchten. Die Jugendlichen würden gerne regelmäßiges Training mit Kindern durchzuführen. Es konnten vor Ort bereits diverse albanisch-serbische Sportanleitungen und eine entsprechende Videokassette gemeinsam erstellt und übergeben werden.

Auf diese Weise  sollen  Strukturen aufgebaut werden, die einen Spielbetrieb in verschiedenen Spiel- und Sportarten für weibliche und männliche Teilnehmer  ermöglichen. Albanische und serbische Kinder und Jugendliche wie auch Angehörige der Roma begegnen sich somit bei Spiel und Sport, bzw. spielen zusammen in einer Mannschaft. Spiel und Sport wird deshalb als eine wesentliche Möglichkeit der Krisenprävention, Friedenserhaltung und Konfliktbewältigung in der Region angesehen.

Gemeinsam mit den "Friedensfachkräften" soll im Frühjahr begonnen werden, Spiel- und Sportanlagen zu erstellen, wobei  die Lehrer und  Jugendlichen mitarbeiten wollen. Sie wurden bereits in die Erstellung der Planskizzen für die Plätze und robusten Sportgeräte einbezogen. Die Finanzierung wird zur Zeit auf verschiedenen Ebenen besprochen.

3. Olympische Erziehung zu Fairness, Völkerverständigung in Albanien

2.400 Schulen in Albanien wurden mit einer  Broschüre zum Thema, die vom deutschen Olympischen Komitee mitfinanziert wurde, ausgerüstet. Ich konnte die Texte (durch KOLPING) übersetzen lassen und einvernehmlich mit dem zuständigen Ministerium und den beiden NOK´s abstimmen. An den ersten "Schülerolympiaden" habe ich im Mai teilgenommen.
 
Gleichzeitig konnte ich im sehr armen Norden Albaniens, an der Grenze zu Montenegro und Kosovo, eine weitere Sportanlage mit Hilfe der dortigen Gemeinde installieren.

4. Sportprojekte in Weißrussland

Im September habe ich aus privaten Gründen Weißrussland besucht (mein Vater wurde dort 1944 als vermisst gemeldet). Ich war überrascht über die schöne Hauptstadt Minsk mit vielen restaurierten Kirchen, Parks und fröhlichen Menschen in Straßencafes. Das Land ist eher ost-orientiert; z.B. um eine Toilette zu finden, muss man  kyrillische Buchstaben lesen zu können.
 
Im 1. und 2. Weltkrieg wurde das flache Land jeweils als Aufmarsch- und Rückzugsgebiet genutzt, total verwüstet und hatte große menschliche Opfer und materielle Verluste zu beklagen. Die russischen Kriegsveteranen feierten gerade den 60. Jahrestag der Befreiung des Landes. Es ist zu bewundern, mit wie viel Einfühlungsvermögen die deutsche Botschaft, das Goethe-Institut, eine Geschichtswerkstatt und insbesondere der Volksbund Deutscher Krieggräberfürsorge die Versöhnung zwischen dem weißrussischen und deutschen Volk betreibt.

Ich beabsichtige, im Juli 2005 an einem Versöhnungs-Workcamp zwischen weißrussischen und deutschen Jugendlichen teilzunehmen und es mit dem Bau einer Sportanlage zu unterstützen.

Die Menschen im Land sagten mir immer wieder: "...und dann noch Tschernobyl". Vor 18 Jahren sind 70 % der Verstrahlung aus dem Atomreaktor in der Ukraine in Weißrussland niedergegangen. Ich sah junge äußerlich gesunde Mütter mit krebskranken 3 jährigen Kindern.  Österreich hat sich in der Nähe von Minsk mit einer modernen Kinderkrebsklinik und einem  SOS-Kinderdorf mit Sozialzentrum zur Krebsnachsorge vorbildlich engagiert. Hier sind z.B. Spiel- und Sportgeräte mit sanften Bewegungen (z.B. Rollbrett, Laufrad, Hüpfball) notwendig Ich bin in Kontakt mit dem SOS-Sozialzentrum in Minsk und beabsichtige, bei meinem Besuch in 2005 den Kindern dort mit Psychomotorik-Geräte praktisch zu helfen.

Kontakt hatte ich auch in Weißrussland zu dem dortigen Olympischen Komitee. Man interessiert sich sehr dafür , die deutschen und albanischen Erfahrungen der "Schülerolympiade" zu nutzen und ist zur Zeit dabei, eine entsprechende Broschüre zu gestalten.

5. Bau einer Mehrzwecksportanlage in Afghanistan

Holger Obermann, Entwicklungshelfer und Journalist, mit dem ich vor 2 Jahren in Osttimor sportliche Aufbauarbeit leistete, erhielt vom Präsidenten des Deutschen Sportbundes, Herrn  Manfred von Richthofen, anlässlich dessen 70. Geburtstags einen Scheck mit der Bitte, in Afghanistan eine Sportanlage für Kinder und Jugendliche zu erstellen.

Ich konnte Holger Obermann meine Zeichnungen und Erläuterungen für eine Mehrzweck-Sportanlage einschließlich robuster Tore, Basketball- und Volleyballanlagen geben, nach denen inzwischen der „Manfred von Richthofen-Playground“ in Cherikar - 60 km nördlich von Kabul - fertiggestellt und von Obermann unter großem Interesse der Bevölkerung eröffnet wurde.  Die Jürgen Klinsmann-Stiftung hat bereits  eine Auswahlmannschaft der Provinz zu einem Straßenfußball-Festival anlässlich der WM 2006 nach Berlin eingeladen.
 
Der Bürgermeister von Cherikars sagte bei der Eröffnung: „Uns ist ein Geschenk gemacht worden, das in erster Linie den Jungen und Mädchen zugute kommen soll, die jahrelang unter der Schreckensherrschaft der Taliban gelitten haben, in einer Zeit, in der jegliche Art von Spielen verboten war und bei Nichtbeachtung mit strengen Strafen geahndet wurde. Unsere Kinder wagten sich kaum mehr auf die Straße. Hier ist nun eine Stätte der Begegnung entstanden, die Jungen und Mädchen offen steht, zum anderen als Zentrum des Straßenfußballs soziale Hilfestellungen anbietet, die der Sport zu bieten hat.“(DSB-Presse vom 19.10.2004)

Ich danke insbesondere meiner Familie sowie allen Helfern und Spendern für alle Unterstützungen.

Meine heutige Bitte an Sie/Dich ist, die genannten und weitere Projekte zu unterstützen. Nur so bin ich in der Lage, den Kindern und Jugendlichen vor Ort zu helfen. Über eine Überweisung zu diesem Zweck würde ich mich sehr freuen:

Kontoinhaber: Klaus Blessing, Konto-Nr. 1158385, Sparda-Bank BLZ 500 905 00

Zu jeder Spende werde ich persönlich Stellung nehmen. Auch eine steuerlich anerkannte Spendenquittung kann ich jederzeit - wenn gewünscht - über die verschiedenen Partner ausstellen lassen.

Ich wünsche eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Herzliche Grüße           Klaus Blessing

Dezember 2002

Liebe Freunde,

mit Hilfe von Mitarbeitern der Initiative konnte ich in den letzten Wochen verschiedene Internet-Seiten über unsere Aktivitäten fertigstellen. Dort sind z.B. die vielfach installierten robusten Sportgeräte als technische Zeichnung und Bild dargestellt sowie Beispiele für die übersetzten Sportpräsentationen erläutert. Adresse siehe oben.

Auf vielfachen Wunsch will ich zusätzlich mit diesem Informationsbrief verschiedene Eindrücke über Land und Leute aus den besuchten Ländern mitteilen. Dabei kann es sich selbstverständlich immer nur um meine eigene Sicht handeln:
 
Serbien (3.6. – 14.6.2002)

Die ersten Eindrücke: In dem Flieger Frankfurt – Belgrad verloren sich ca 30 Personen, m.E. keine ausländischen Touristen oder Geschäftsleute. Auch auf den Autobahnen und Straßen von Belgrad und Novi Sad sah ich keine 5 Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen (Ausnahme Gütertransporte aus Bosnien-Herzegowina). Die 72 Tage dauernde Bombadierung von Brücken, Industrieanlagen, Fernseh-/Radiostationen und Ministerien in 1999 ist noch überall zu sehen.

Viele Gespräche ergaben, daß sich die Serben sehr isoliert fühlen. In den Zeiten von Tito (gestorben 1980) konnte man z.B. unbeschränkt reisen, heute gibt es und sah ich lange Warteschlangen vor den Botschaften der westeuropäischen Ländern um ein Visum zu erhalten. Man sagt, "wir haben durch das Embargo und die verschiedenen Kriege in den letzten fast 20 Jahre den Anschluß an die Welt verloren". Eine Delegation der Partnerstadt Norwich/England wird deshalb von der örtlichen Presse herausgestellt. Auch unsere kleinen Sportprojekte bei SOS-Kinderdorf in Novi Sad werden dort lobend erwähnt.

Viele Menschen haben trotzdem offensichtlich Hoffnungen geschöpft, z.B. mit den ersten Einreiseerleichterungen für Ausländer (davon konnte ich bereits Gebrauch machen) und auch mit den wieder in Kraft gesetzten Rechte für die in Serbien lebenden Minderheiten (z.B. Albaner, Ungarn), die wieder ihre Sprache sprechen und Schulen einrichten dürfen.

In Belgrad und Novi Sad gibt es große Fußgängerzonen mit vielen Geschäften (die Bausubstanz der Häuser ist jedoch meist sehr schlecht) und Restaurants. Bis in die späte Nacht treffen sich dort insbesondere junge Leute; man findet auch immer jemand mit dem man sich deutsch oder englisch unterhalten kann. Andererseits gibt es eine hohe Arbeitslosigkeit bzw. der Verdienst ist äußerst gering; oftmals hat man einen Zweit- oder Drittjob.

Am letzten Tag hatte ich im Hotel noch eine interessante Diskussion mit zwei deutschsprachigen engagierten Serben: Z.B. ihre Fragen und Vorwürfe: "Warum hat der Westen so spät eingegriffen?, warum wurden Brücken zerstört?, warum stehen in Den Haag fast nur Serben vor Gericht?" Wir wurden uns bald einig mit meiner Aufforderung: "Anstelle sich nur um große Politik kümmern, besser bei kleinen Projekten mitarbeiten." Sodann haben sie mir bei Übersetzungsarbeiten für Sportgeräte geholfen und wollen dies auch noch in Zukunft tun.
 
Kosovo (5.3. – 12.3.2002)

Bei der Fahrt durch das Land fällt insbesondere die umfangreiche Präsenz der KFOR-Truppen sowie zerstörte Militäranlagen und gesprengte Häusern auf. Alle ca 10 km gibt es einen riesigen Baumarkt, d.h. hier sind Steine, Ziegel, Holz, usw. für den Wiederaufbau gestapelt. Besonders deprimierend war für mich, daß ein bekanntes serbisch-orthodoxes Kloster völlig mit Stacheldraht eingezäunt und von der KFOR bewacht praktisch ein Ghetto darstellt.

In der Schule in der wir Sportanlagen installierten sprachen mich viele Schüler auf deutsch an. Sie sind in den letzten Jahren mit ihren Eltern zurückgekommen. Sie freuen sich über die Tore und Basketballanlagen, die sie aus Deutschland kennen. Es herrscht ein reges Leben in den Straßen, immer mehr kleine Geschäfte werden eröffnet, in Internet-Cafe muß man Schlange stehen, am Abend geht man in die Pizzeria.

Man hat Vertrauen und große Hoffnungen in die Politik von Präsident Rugova, die KFOR-Truppen und den deutschen Administrator Michael Steiner.

Albanien (12.3. – 19.3.2002)

Besonders auffallend in Tirana war bei diesem Besuch, daß man innerhalb des letzten halben Jahres neue Grünanlagen im Zentrum geschaffen hat. Außerdem hat man an einem Fluß illegal errichtete Geschäfte abgerissen (was für die Betreiber eine großeHärte darstellt!) und schafft dort weitere Grünzonen. Das alles ist bei der großen Verkehrsdichte und hohen Luftverschmutzung sicherlich sehr sinnvoll.

Die Straßen im ganzen Land sind meist schlecht. Intensiv baut man an einer Nord-Süd (Kosovo/Montenegro – Griechenland) und Ost-West Autobahn (Mazedonien – Mittelmeerhafen Durres). Die Polizei ist überall präsent; man fühlt sich sicher. Überall sieht man an den Straßen Bauern, die Obst und Gemüse anbieten, aber auch bettelnde Kinder und Frauen. Die arbeitslosen Männer bieten frühmorgens –meist ohne Erfolg- ihre Dienste an. Sodann sitzen sie bei einem Kaffee den halbenTag im Restaurant und unterhalten sich vornehmlich über Sport. Am spätenNachmittag spielen sie oftmals auf "unseren" SportanlagenFußball oder Basketball.

Positiv für Albanien sind die vielen ausländischen Hilfsorganisationen, die besonders viel für die Bildung und Erziehung in Schulen tun. Aber es fehlt an Eigeninitiativen. Viele junge Leute würden gerne im westlichen Ausland zur Schule gehen oder arbeiten, sagte man mir in der Fremdsprachenschule, als ich dort auf Einladung des Deutschlehrers in einer Schulstunde Rede und Antwort geben mußte.

Die Antwort eines Lehrers auf meine Frage nach dem alten Traum von "Großalbanien" finde ich zukunftsweisend: "das brauchen wir nicht mehr; wir haben ja offene Grenzen". Als Mittelmeeranrainerstaat mit lateinischer Schrift denkt man europäisch. Nach 40 Jahren Religionsverbot unter Enver Hodcha sind die vielen in den letzten Jahren entstandenen Moscheen meist leer, die christlichen Kirchen mit ihrer Sozialarbeit für Kinder, Jugend und ältere Menschen dagegen sehr attraktiv und gut gefüllt.
 
Herzliche Grüße                Klaus Blessing

Juni 2002


Entwicklungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Ost-Timor
          Hintergrundbericht zu Land und Leute
 
Liebe Freunde,

Die Resonanz auf den Informationsbrief vom Juni über meine persönlichen Eindrücke zu Menschen und Verhältnissen in Albanien, Kosovo und Serbien war sehr positiv. Deshalb ein weiterer Informationsbrief über Land und Leute  in Ost-Timor (Sportbericht mit Bildern siehe internet-Adresse: spiel-sport-projekte.de).

Im Auftrag der Willi-Daume-Stiftung und des NOK für Deutschland haben Holger Obermann, als Trainer und Fernsehreporter bekannt, und ich das Land im November besucht. Obermann, mit dem ich mich ausgezeichnet verstand, hat einen Fußball-Trainerlehrgang und eine FIFA-Inspektion durchgeführt. Ich hatte die Aufgabe, eine multifunktionale Kleinfeld-Sportanlage mit entsprechenden robusten Geräten zu bauen, die Modellcharakter für das Land haben soll.

Ost-Timor ist - so liest man- das ärmste Land in Asien. Bis 1975 gehörte es zu den Überseegebieten von Portugal, anschließend zu Indonesien und im Mai 2002 wurde es nach vielen z.T. gewaltsamen Auseinandersetzungen ein eigener Staat mit knapp 1 Million Einwohner.

Hunger herrscht – nach meinen Eindrücken - dort nicht, dafür sorgen die UN und vielen Hilfsorganisationen, die das Land auch insbesondere beim Aufbau von demokratischen Strukturen unterstützen. Der Aufbau ist direkt zu erleben: So erläuterte z.B. ein Architekt aus Japan mir stolz, daß er die Pläne zum Wiederaufbau der Universität erstellt. Oder ich lernte einen jungen Juristen aus Italien kennen, der an der Formulierung der neuen Verfassung mitgearbeitet hat; des Weiteren eine Polizistin aus Nepal, die am Flughafen tätig ist und einheimischePolizisten einarbeitet. Eine Parlamentarierin aus Ost-Timor erzählte mir, daß man zur Zeit im Wirtschaftsausschuß mit Hilfe der Weltbank Gesetze vorbereitet, um ausländische Investitionen zu ermöglichen.

Holger Obermann berichtete, daß er den Staatpräsidenten Gusmao und Bischof Dr. Belo traf (letzterer erhielt den Friedens-Nobelpreis 1996 aufgrund seines gewaltlosen Widerstandes). Beide bezeichneten dankbar die deutschen Initiativen für den Aufbau von Sport-Strukturen in ihrem Land als außerordentlich wichtig, insbesondere für Kinder undJugendliche, die sehr sportbegeistert sind und denen damit sinnvolle Perspektiven eröffnet werden sollen. Der dortige Fußballverband baut nun je eine Liga für Schüler, Jugend und Senioren auf; die Schulen beabsichtigen Turniere zu veranstalten. Die FIFA fördert auch in Osttimor das Spiel 5 gegen5 auf Tore von 3 x 2 m und die neue Sportanlage wird dabei im Mittelpunkt stehen.

Bei unseren Fahrten ins Landesinnere konnten wir die Sportbegeisterung sehen: auf kleinsten Plätzen wird mit Torstangen aus Bambus und auf Basketballkörbe, die an Bäumen befestigt sind, tüchtig gespielt.

Aber auch etwas anderes fiel uns überall auf: praktisch jede Familie auf dem Lande ist damit beschäftigt, Holz zu sammeln und Bäume zu fällen. Der wichtige Regenwald wird immer lichter. Man benötigt das Holz zum Kochen, stapelt und bündelt es aber auch, um es zu verkaufen. Der Kauf von Camping-Gaskocher, für den in Zeitungen geworben wird, ist sicherlich für die meisten dieser Familien unerschwinglich. Das nächste Problem ist die Trockenheit; man sah ständig Menschen mit Wasserbehältern auf den Straßen und Wegen. Die Bodenerosion ist weit fortgeschritten; hoffentlich wird der im Dezember erwartete Monsunregen nicht ganze Dörfer wegschwemmen.

In der Hauptstadt Dili ist 1999 jedes zweite Haus bis auf dieGrundmauern zerstört bzw. niedergebrannt worden. Fleißig ist man dabei wieder aufzubauen. In den Straßen stehen viele große Container, meist aus Australien. Sie sind praktisch Warenlager für die Geschäfte, die wieder geöffnet haben.  Man trinkt ein Cola im neu eröffneten City-Café, geht am Abend an den Strand, um Fisch zu essen. Wir fühlten uns überall sicher, hören aber auch von kleineren Konflikten.

Nahe des Äquators ist das Klima und die hohe Luftfeuchtigkeit von ca 34 ° insbesondere für uns Europäer schwierig zu verkraften: Tag und Nacht läuft die Klimaanlage; bei dem oft stundenlangem Stromausfall schaltet das Hotel oder Restaurant einen Diesel-Generator ein.Verläßt man sein kühles Zimmer muß man sich vorsehen, nicht von Moskitos gestochen zu werden.

Ost-Timor ist ein christliches Land. An der Hafeneinfahrt steht eine große Christusfigur. Die Kirchen sind gut besucht. Die Jesuiten sind stark vertreten und unterhalten Schulen und Internate. In unsere Zeit fiel der Jahrestag eines Massakers im Jahre 1991 auf einem Friedhof bei der Beerdigung eines ermordeten Jungens. Am Vorabend hatten Jugendliche den damaligen Weg der Beerdigungsprozession mit vielen Lichtern gekennzeichnet. Am eigentlichen Tag pilgerten tausende Jugendliche nach dem Gottesdienstbesuch mit Blumen aus allen Richtungen zu dem Friedhof. Eine eindrucksvolle und friedliche Demonstration Jugendlicher.

Die Politik des Landes scheint auf Ausgleich mit allen Nachbarn bedacht zu sein. Der charismatische Staatspräsident, der lange im Gefängnis saß, besuchte u.a. während unserer Anwesenheit gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Fußballverbandes –unserem Gesprächspartner- Westtimor, das zu Indonesien gehört und vornehmlich moslemisch geprägt ist. Das dort stattgefundene Fußball-Freundschaftsspiel vor 50.000Zuschauer stand schnell 3:0 für Osttimor und endete 3:1. Der Vorsitzende berichtete uns, daß durch viele Auswechslungen ein höherer Siegund damit evtl. Emotionen vorgebeugt werden konnte. In Kürze ist einTurnier in Dili u.a. mit Mannschaften aus Westtimor und Australien geplant.

Ost-Timor hat in der Verfassung neben Tetum, der einheimischen Sprache, portugiesisch als Staatsprache eingeführt. Im Alltag wird jedoch hauptsächlich indonesisch gesprochen. Durch die portugiesische Sprache will Ost-Timor näher an Europa heranrücken und davon –so die Hoffnung- kulturell und wirtschaftlich profitieren. Auch die englische Sprache findet immer mehr Anhänger.

Für die Eröffnung der Sportanlage hatte man mir einen Übersetzer zur Seite gestellt. Für mich sehr eindruckvoll war es jedoch, daß die Jugendlichen auch mein einfaches Englisch verstanden,als ich begann zu erläutern:

I´m coming from Germany...(Applaus)....Germany is more than 10.000 km far away from here....it took me over  24 hours to get here.... and I enjoy very much to be in East-Timor.....I received money from the Olympic Committee of Germany .....to build this sport fields together withyou....
 
Herzliche Grüße, ein gesegnetes Weihnachtsfest und gesundes und erfolgreiches Neues Jahr                            Klaus Blessing

August 2000

20 Jahre gemeinnützige Initiative:
"Sport-Entwicklungshilfe für Kinder und Jugendliche"
 
 Liebe Freunde,

mit vielen einzelnen Spenden, Erlösen aus Veranstaltungen und Zuschüssen konnte ich in 2o Jahren, in 12 Entwicklungsländern und in ca. 4o Einzelprojekten vielfältige, einfache und kostengünstige Spiel- und Sportanlagen/ -geräte mit Hilfe der örtlichen Verantwortlichen, Eltern und Jugendlichen bauen (lassen) und installieren.

Dank sagen möchte ich für alle vielfältige Hilfen insbesondere meiner Familie, vielen Freunden, Helfern und allen Spendern.

Die Ergebnisse: Tausende Kinder und Jugendliche spielen täglich - wie in Deutschland - auf diesen Spiel- und Sportanlagen Fußball, Handball, Basketball, Volleyball oder schaukeln, wippen und turnen, usw. Durch Spiel und Sport werden sie sinnvoll gefordert, erfahren Selbstbestätigung, entwickeln Eigeninitiative, akzeptieren Regeln, genießen Erfolge und lernen verlieren; oftmals ist Sport auch eine Vorbeugung gegen Gewalt, Drogen, Kriminalität und Auswanderungsabsichten.

Gleichzeitig habe ich mit Hilfe von ehrenamtlichen ÜbersetzerInnen "Sportpräsentationen" entwickelt, mit denen Sportlehrer/Trainer über moderne Trainingsmethoden für Kinder und Jugendliche (z.B. mit Videos der Fußball-, Handball-, Basketball und Volleyball-Verbände und verschiedener Vereine) informiert werden. Diese Präsentationen konnte ich bereits bei meinem letzten Besuch in Albanien sehr zur Freude und Motivation der Sportlehrer/Trainer einsetzen.

Die Stadt Frankfurt und das Nationale Olympische Komitee -u.a. zuständig für internationale Zusammenarbeit - haben großes Interesse an der oben erläuterten "Sport-Entwicklungshilfe" und den "Sportpräsentationen" geäußert. Weitere Gesprächen und Initiativen sind beabsichtigt.

Zur Zeit bin ich in Albanien, einem sehr armen Land mit extrem hoher Arbeitslosigkeit, engagiert. Gemeinsam mit örtlichen Handwerkern wurden bereits in Schulen der Großstadt Elbasan diverse Fußball-/Handball-Tore, Basketball- und Volleyballanlagen fertiggestellt. Diese Schulen werden von über 4ooo Kindern und Jugendlichen besucht, die die neuen Angebote gern annahmen.

Das hat sich herumgesprochen: Bei meinem Besuch Anfang September (die Reisekosten zahle ich wie immer selbst) ist beabsichtigt, weitere Sportanlagen in Elbasan und in Tirana im SOS-Kinderdorf/Hermann-Gmeiner-Schule zu bauen. In Pogradec und Velipoje werden durch Vermittlung von KOLPING und weiterer Hilfsorganisationen Muster-Sportanlagen erstellt.

Mein Ziel: Die 2o-jährigen Erfahrungen in Entwicklungsländern an möglichst viele Schulen, Vereine, sportinteressierte Stadtverwaltungen und Hilfsorganisationen weiterzugeben. Auch die erste Partnerschaft zwischen einer deutschen und albanischen Schule bahnt sich bereits an.

Für die o.g. Vorhaben sind weitere Gelder erforderlich. Über eine Spende von Ihnen/Dir würde ich mich deshalb sehr freuen! Meine Konto-Nr.: 1158385, Sparda-Bank Frankfurt (BLZ 500 905 00), bitte ggf. "Spendenquittung erbeten" angeben.

Herzliche Grüße und vielen Dank Ihr Klaus Blessing

 

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