Dezember 2009

Am 18.11.2009 war ich in der Schweiz im Kanton Schaffhausen zu der Jahresabschlußveranstaltung des Jugend + Sport – Kaders eingeladen. Mein Thema: “Hilfe zur Selbsthilfe bei internationalen Sportprojekten“. Ich berichtete u.a. von der Vorgehensweise bei den über 50 praktischen Hilfe zur Selbsthilfe-Projekten beim Spiel- und Sportplatzbau während meiner langjährigen Tätigkeit:
 
1. Mit den Schul-/Vereinsleitungen stimme ich die Sportprojekte detailliert ab, sie verpflichten sich das Gelände vorzubereiten, bei der Installation mitzuhelfen und die Pflege der Plätze vorzunehmen.
2. Die Gemeinde (gemeinsames Gespräch mit dem Bürgermeister) sorgt für den Bodenbelag, meist Asphalt.
3. Ich veranlasse die Anfertigung der robusten Sportgeräte in örtlichen Werkstätten und die Installation nach Fertigstellung des Bodenbelages.

Das Ergebnis ist eine nachhaltige und langfristige Verbesserung der sportlichen Infrastruktur.

Bei meinem Besuch in Südserbien im September 2009 konnte ich 2 fertiggestellte Sportanlagen „einweihen“. Der Bau von 4 weiteren Anlagen in 2010 wurde - wie oben beschrieben - mit den Schulleitungen abgestimmt. Der Bürgermeister der Kreisstadt verpflichtete sich, diese Plätze zu asphaltieren. Ich sagte zu, anschließend für die Sportgeräte zu sorgen.

In Südosteuropa (z.B. Albanien, Kosovo und Serbien) werden Renovierungen und die Ausstattung (z.B. mit Computern) von Schulen vornehmlich durch ausländische Hilfsorganisationen durchgeführt. Dabei wird das Außen- und Sportgelände der Schule (Turnhallen gibt es fast nicht) meist nicht berücksichtigt. Durch Gespräche mit diesen Hilfsorganisationen konnte ich teilweise erreichen, dass der Sport künftig mehr beachtet wird.

Insbesondere in den genannten Ländern hilft der Sport wesentlich mit, die unterschiedlichen Volksgruppen der Albaner, Serben und Roma - nach den kriegerischen Auseinandersetzen vor 10 Jahren - wieder zusammenzuführen.

Die informative Hilfe zur Selbsthilfe für Sportlehrer und Übungsleiter konnte durch weitere Übersetzungen verbessert werden. Aufgrund von fast 1.000 Videos, Grafiken und Kurztexten in 8 verschiedenen Sportarten besteht inzwischen ein Informationssystem mit
PowerPoint-Präsentationen und DVD´s. Es ermöglicht den Übungsleitern in ihrer Sprache den Sportunterricht besser vorzubereiten und auch die Schüler daran teilnehmen zu lassen.

In Albanien, Kosovo, Mazedonien und Serbien konnte ich die ins albanische und serbische übersetzten Informationen (durch Sportlehrer vor Ort und Migranten aus Frankfurt erfolgt) in Schulen und  SOS-Kinderdörfern erläutern und übergeben.

Die von der russisch-deutschen Jugend in Frankfurt übersetzten Texte konnte ich an Freunde in Wolgograd, St. Petersburg, Kiew und Minsk weiterleiten, die sie sehr begrüßten.

Ein Projekt des Deutschen-Olympischen-Sportbundes von Deutschland in Sri Lanka konnte ich mit Informationen über den Bau von Sportgeräten unterstützen. Darüber hinaus wurde meine Internet-Seite viele Male nach diesbezüglichen Informationen abgefragt und von diversen Organisationen als Grundlage für eigene Planungen verwendet..

Eine sehr interessante Expeditionsreise durch Äthiopien im Februar/März 2009 habe ich mit einer Reisegruppe durchgeführt. Zuvor hatte ich Kontakt zu SOS-Kinderdorf aufgenommen und konnte auf unserem Weg durch das Land 4 Herman-Gmeiner-Schulen und die SOS-Zentrale in Addis Abeba  besuchen. Außerdem hatte ich über die Jesuitenmission in  Nürnberg Kontakt zu Schwester Mary, die in Addis in einem Slumgebiet eine Schule für 300 Kinder leitet. Darüber hinaus traf ich die Verantwortlichen einer englischen Organisation mit dem Namen „stuffyourrucksack“. Hier wird das Mitbringen von Kleinmaterialien für 40 kleine Dorfschulen gefördert. Wegen der dortigen Ferien war leider keine Terminabsprache mit der Organisation „Menschen für Menschen“ von Karl-Heinz Böhm möglich.

Allen besuchten Schulen konnte ich die DVD´s und Präsentationen in englisch erläutern und übergeben, mitgebrachte Sportmaterialien aushändigen sowie Pläne zur Verbesserung der Sportmöglichkeiten diskutieren und Vorschläge unterbreiten. In verschiedenen Mails erhielt ich Bestätigungen, dass die Sportlehrer von den  DVD´s begeistert sind und sie vielfältig einsetzen.

Neben den großartigen Kulturschätzen (z.B. Felsenkirchen), einer herrlichen Landschaft und freundlichen Menschen in Äthiopien, konnte ich viele Probleme in diesem großen Land sehen. Für die Schulkinder gibt es kein Schulbussystem; was bedeutet, dass sie zu den meist kleinen unzureichend untergebrachten und ausgerüsteten Dorfschulen weite Wege haben. Die Kinder sind gleichzeitig oftmals einen halben Tag mit dem Heranschleppen von schweren Wasserkanister von der Pumpstation beschäftigt. Der geringfügige  Baumbestand des Landes wird ständig weiter abgeholzt um Hütten zu bauen und Essen zu kochen. Es ist oftmals auch Aufgabe der Kinder Holz zu sammeln.
Umfangreich wird Kat, eine Biodroge, die auch in Europa eingeschmuggelt wird, angebaut und auch von Jugendlichen konsumiert.

Erfreulich ist, dass das Bildungswesen, und dazu zählt auch Sport, ständig ausgebaut wird und viele Hilfsorganisationen dabei mitwirken. Es ist zu hoffen, dass dadurch die vielfältigen Probleme des Landes künftig besser gelöst werden können.

Ich danke insbesondere meiner Familie sowie allen Helfern und Spendern für alle Unterstützungen. Meine Bitte ist auch in diesem Jahr wieder, meine Projekte zu unterstützen. Über eine Überweisung mit dem Verwendungszweck
„Spiel-Sport-Projekte“ würde ich mich sehr freuen (Spendenquittung wird zugestellt):
Kontoinhaber: Klaus Blessing,  Konto-Nr. 1158385, Sparda-Bank BLZ 500 905 00

Meine Frau und ich wünschen eine besinnliches Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.
 
Herzliche Grüße                       Gisela und Klaus Blessing

 

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