Hintergrundbericht zum Jahresende 2007
25 Jahre
Internationale Spiel- und Sport-Projekte
Die Idee für die Initiative entstand 1980 bei einer Reise
durch Israel/Palästina mit dem Besuchdes
SOS-Kinderdorfes in Bethlehem. Die Kinder und
Jugendlichen hatten keine Spiel- und Sporteinrichtungen zur
Verfügung.
Gemeinsam mit SOS International konnte ich ab 1982 in 15
Kinderdörfern Spiel- oder Sportgeräte/anlagen
installieren oder reparieren. Hinzu kamen ca. 40 weitere Spiel- und
Sport-Projekte in Schulen und Sozialeinrichtungen in diversen
Ländern.
Bei allen Projekten in den letzten 10 Jahren
konnte ich auch
die olympische Idee und Werte (z.B. Fairness, Frieden,
Völkerverständigung,
Gleichberechtigung), und das Modell einer Schülerolympiade in
Schulen und Vereinen
erläutern, übersetzte Unterlagen erstellen lassen und
übergeben. Z.B. in
Albanien wurde für alle 2.400 Schulen eine entsprechende
Broschüre
herausgegeben und die ersten
„Schülerolympiaden“ durchgeführt, ebenso in Serbien und
Mazedonien. In anderen
Ländern bereitet man solche Veranstaltungen vor.
Wichtig war es dabei, in Frankfurt lebende
Migranten sowie
deren Freunde und Organisationen in Deutschland für
vielfältige Hilfen und
Projekte in ihren Herkunftsländern gewinnen zu können.
Eine Zusammenstellung aller Projekte finden Sie
auf der
Internet-Seite:
http://www.spiel-sport-projekte.de/25Jahre.html
Im
Süden von Serbien besteht die
Bevölkerung aus jeweils ca. 50 % albanischen und serbischen
Volksgruppen. Noch
vor ca. 8 Jahren haben diese Volksgruppen gegeneinander Krieg
geführt. Es gibt
dort albanische und serbische Dörfer und die Kinder gehen in
unterschiedlichen
Schulen.
„Unsere
Sportanlage in Oslare ist ein Versöhnungsort des ersten Grades
geworden.
Unglaublich, was diese Anlage bewirkt hat. Niemand fragt mehr, wer ein
Serbe
oder ein Albaner ist.“
„Die
Spiel- und Sportanlagen sind ein Treffer schlechthin. Zur Zeit laufen
verschiedene Fußballturniere. Besucherzahl bis 1.000! Die
Dörfer leben nach
vielen düsteren Jahren richtig auf…. Interessant ist auch die Nachricht aus
der deutschen Botschaft in
Belgrad: Das Auswärtige Amt in Berlin hat uns gebeten, einen
Projektantrag für
das Jahr 2008 zu senden…. Wir haben
gerade von dem politischen Sprecher einer ehemals radikalen Partei eine
sehr
schöne Empfehlung für die Botschaft erhalten, was nun zeigt,
dass unser
Friedensprojekt, an dem Du Dich so grundsätzlich engagiert hast,
auch in diesen
Kreisen einen positiven Einfluss hat.“
http://www.spiel-sport-projekte.de/internetauftritt/30_projektberichte/30_uebersicht/Serbien/suedserbien.html
Rundreise
durch Mazedonien, Albanien, Kosovo und Südserbien (Mai 2007)
http://www.spiel-sport-projekte.de/internetauftritt/30_projektberichte/30_uebersicht/Balkan/Balkan.html
Bau einer
Modell-Schulsportanlage in Eritrea (Besuch im Oktober 2007)
Eritrea hat
ca. 4,8 Millionen Einwohnern, davon lebt knapp 1 Million im Ausland. Die Hauptstadt
Asmara macht einen sauberen und geordneten Eindruck. Die Märkte
sind voll mit
einheimischen Waren, andererseits stehen die Menschen wegen Milch und
subventioniertem Brot Schlange.
Ganz anders
auf dem Lande:
Ärmliche und primitive Behausungen stehen in einem scharfen
Kontrast zu der
schönen Gebirgslandschaft. Ich konnte
dort eine Reihe von Schulen kennen lernen, die alle sehr einfach
ausgestattet
sind. Ein buntes Bild geben die Kinder mit ihren farbigen
Schuluniformen.
Deshalb freute ich mich in einer solchen ländlichen Schule
für 3.000 Kinder und
Jugendlichen je einen Basketball-, Volleyball- und
Fußball-/Handballplatz mit
den erforderlichen robusten Sportgeräten installieren zu
können. Die Lehrer und
älteren Jugendlichen haben dabei tüchtig mitgewirkt. Auch die
Werkstätten, die
für mich Sportgeräte anfertigten und das Transportunternehmen
leisteten gute
Arbeit. Es war für mich eine große Freude, die Dankbarkeit
der Kinder, Lehrer,
Eltern und der Gemeindeverwaltung erleben zu dürfen.
Das Modell-Projekt wurde durch das Olympische Komitee von
Eritrea beantragt und im Auftrag des DOSB und des Auswärtigen
Amtes ermöglicht.
Ich hielt mich zweieinhalb Wochen in Eritrea auf und hatte auch
Gelegenheit,
Informationsveranstaltungen über die olympische Erziehung
durchzuführen. Der
deutsche Botschafter Alexander Beckmann, der das Projekt interessiert
begleitete, schrieb mir in einer e-Mail vom 25.10.2007:
„Ich freue
mich, dass Sie…Ihr Projekt trotz der Kürze der Zeit erfolgreich
abschließen
konnten. Für Ihr Engagement möchte ich mich sehr herzlich bei
Ihnen bedanken.
Sie haben damit nicht nur für die Kinder und Jugendlichen etwas
Gutes getan,
sondern auch einen wichtigen Beitrag für die deutsch-eritreischen
Beziehungen
geleistet. Ich würde mich freuen, wenn wir die Zusammenarbeit
fortsetzen und
Sie noch einmal in Eritrea begrüßen könnten.“
Eritrea (der Name bedeutet Rotes Meer) und das
Königreich
von Äthiopien wurden bereits im 1.
Jahrhundert in einer Handelsroutenbeschreibung als wichtig für den
Im- und
-Export von Waren zwischen Ostafrika
und Indien genannt. Das Christentum
fasste dort früh Fuß. Die
aufkommende Ausbreitung des
Islams führte im 12.
Jahrhundert zum Niedergang des Königreiches, als die alten
Handelswege
blockiert wurden. Abgeschlossen von der Außenwelt, konnten sich
Teile dieser
(christlichen) Kultur im Hochland von Eritrea und Äthiopien und einem neuen Königreich bewahren.
http://www.spiel-sport-projekte.de/internetauftritt/30_projektberichte/30_uebersicht/Eritrea/eritrea.html
Ich danke insbesondere meiner Familie
sowie allen Helfern und Spendern für jede
Unterstützung.
Meine Frau und ich wünschen ein
frohes und besinnliches Weihnachtsfest und
ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.
Herzliche Grüße
Gisela und Klaus Blessing
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Maßholderpfad 1, D 65933 Frankfurt/Main |
Wegen Spenden für Projekte in 2008 |