Hintergrundbericht zum Jahresende 2008

 In diesem Jahr standen vor allem der Bau einer Spiel- und Sportanlage in Bosnien-Herzegowina
und die Neugestaltung eines Spielplatzes in Albanien auf dem Programm. In Deutschland konnte
das Konzept der Olympischen Erziehung in einem Kindergarten in Frankfurt umgesetzt werden.
Darüber hinaus konnte die Vernetzung der Projekte durch verschiedene Jugendaustauschmaß-
nahmen vorangebracht werden. Die Maßnahmen im Einzelnen:

Bau einer Spiel- und Sportanlage in Sarajevo

Ende 2006 habe ich an einer Rundreise durch Bosnien-Herzegowina teilgenommen. Dabei  bat
man mich, ein Konzept für eine multifunktionale Spiel- und Sportanlage in dem Caritas-Zentrum
in Sarajevo zu erstellen.

 Im Juni 2008 konnte ich gemeinsam mit den Verantwortlichen und verschiedenen Handwerkern
die Pläne in die Tat umsetzen. In knapp 14 Tagen erstellten wir die erforderlichen robusten Sportgeräte
und installierten sie sowie weitere von Deutschland importierten speziellen Geräten. Caritas asphaltierte
die Anlage und ergänzte sie mit Zaun, Bänken und Bäumen.

 Die Spiel- und Sportanlage wird von Kindergarten-Kindern, jugendlichen Romas, für die
Alphabetisierungskurse durchgeführt werden, Schülern der Europa-Schule, sowie im Freizeitbereich
von vielen weiteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen täglich umfassend genutzt. Es kann
dort Kleinfeldfußball und –Handball, Volleyball, Basketball, Minibasketball und auf Minitore gespielt
werden.

Die Einrichtung solcher vielseitigen multifunktionaler Sportanlagen mit internationalen Maßen  ist
neu und wichtig für den Vielvölkerstaat Bosnien-Herzegowina. Es fördert insbesondere das
gemeinsame Spielen und Zusammenleben der Kinder und Jugendlichen aus den kroatischen,
serbischen, muslimischen und Roma-Volksgruppen.


Bau des kombinierten Kleinfeldtores mit Basketballaufsatz                        Der fertige und allseits beliebte Platz


Neugestaltung des Spielplatzes im SOS-Kinderdorf Tirana/Albanien

 Bei meinem Besuch im SOS-Kinderdorf in 2007 wurden auch die morschen Holz-Spielgeräte auf
dem dortigen Spielplatz angesprochen und Pläne für eine Neugestaltung vorgenommen. Diese wurden
in 2008 durch Informationen über Baupläne und Fotos konkretisiert.

 Durch ein Benefizkonzert verschiedener Gospelchöre an Weihnachten 2007 und der Spende des
Reinerlöses, konnten neue Spielgeräte für die 125 Kinder des SOS-Kinderdorf in Tirana in diesem
Jahr angeschafft und installiert werden.


Der alte Platz mit den morschen Spielgeräten                                           Der neue Spielplatz für den Kindergarten


Olympiade in einem Kindergarten in Frankfurt

 In dem Kindergarten der kath. Gemeinde St. Hedwig in Frankfurt-Griesheim sind Kinder aus über
20 Nationen zuhause. Aufgrund verschiedener Anregungen, der Abstimmung mit einem örtlichen
Sportverein und der finanzieller Unterstützung der Sportjugend Hessen finden bereits seit Jahren
regelmäßige Spiel- und Sportstunden statt. Auch das Außengelände des Kindergartens wurde u.a.
mit Kleinfeldtoren, Basketballkorb, Schwebebalken etc. sportlich gestaltet.

Im August 2008 konnte dank des Einsatzes der Kindergärtnerinnen und der Eltern die erste
Kinder-Olympiade durchgeführt werden. Die Kinder hatten Flaggen ihrer Heimatländer gemalt,
Tänze und Spiele vorbereitet. Es wurden diverse Spielstationen eingerichtet und schließlich
Urkunden und Goldmedaillen für alle Kinder feierlich übergeben.

Besonders wichtig war, dass fast alle Eltern anwesend waren und die multinationale Veranstaltung
lobten. Es war ein gelungenes integratives Fest.

 
 
Der Einmarsch der „Athleten“                          Einer der Wettkämpfe                 Die Siegerehrung mit Medaille und Urkunde


Besuch einer albanisch-serbischen Sportgruppe in Frankfurt

 Seit 2004 habe ich in Südserbien mit Hilfe einer dort tätigen Friedensinitiative diverse Spiel- und
Sportplätze gebaut und renoviert. Inzwischen werden regelmäßig viele Arten von Sportver-anstaltungen,
Kinder- und Jugend-Olympiaden, Marathons, Fahrradrallys etc. durchgeführt, an denen die unterschiedlichen
Volksgruppen gemeinsam teilnehmen

 Gemeinsam mit Friedensfachkräften aus Marburg habe ich im August den Besuch einer Gruppe von
50 Jugendlichen aus Südserbien, je zur Hälfte aus den  dort beheimateten albanischen und serbischen
Volksgruppen, organisiert. In Frankfurt fand ein Empfang der Stadt  im Kaisersaal des Römers, ein
Besuch der Commerzbank-Arena und des Senkenberg-Museums, Stadtbesichtigungen und ein
Fußballspiel (das die Gäste  gewannen) statt.

 Der Jugendaustausch verlief ausgezeichnet. Inzwischen wurde darüber bereits eine Ausstellung in
Serbien durchgeführt. Die Jugendlichen, die zum ersten Mal Deutschland besuchten, waren sehr begeistert.


Besuch der Commerzbank-Arena      Spiel gegen DJK Schwarz-Weiß Griesheim      Gruppenfoto beim Empfang im Römer


Des Weiteren habe ich eine Jugendgruppe aus dem Kosovo – wo ich verschiedene Sportprojekte durchgeführt
habe – für „Internationale Tage der Begegnung“ nach Frankfurt/Main vermittelt. 70 Jugendliche aus
Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Polen, Rumänien, Tschechien, Ukraine und Ungarn  waren dazu im Oktober
nach Frankfurt gekommen. Die von der kath. Kirche in Frankfurt-Griesheim durchgeführte Veranstaltung
mit Empfang durch die Stadt im Römer, Besuch beim Bischof in Limburg, verschiedenen sozialen Aktivitäten,
Gottesdiensten und Bandfestival war außerordentlich erfolgreich.

 Die Besuche der verschiedenen Jugendgruppen aus Mittel- und Osteuropa haben das große Interesse
 – auch der deutschen Jugendlichen - an solche Begegnungen gezeigt. Besonders dankbar waren die Gruppen
aus Serbien, Kosovo und Ukraine für unsere Hilfe bei der Visumserteilung.

 Die Jugendlichen erwarten mehr als wirtschaftliche Hilfen durch die EG und den EURO. Sie sind bereit
und zum Teil bereits tätig sich für Friedensinitiativen einzusetzen um z.B. Konflikte mit Minderheiten im
eigenen Land zu überwinden. Eine junge Teilnehmerin aus Ungarn formulierte bei ihrer Dankesrede im
Kaisersaal des Römers wie folgt:
„…Ich glaube an die Macht des persönlichen Beispiels, wenn wir den ersten Schritt mit Achtung auf den
anderen zugehen, selbst wenn er eine andere Staatsangehörigkeit hat oder einer anderen Religion angehört.
Man soll seine Dominanz aufgeben, sein eigenes Ego vergessen und sich auf die Bedürfnisse der anderen
konzentrieren
…“

 

Weitere Aussichten

Für 2009 gibt es bereist verschiedene Anfragen und Absichten. U.a. ist der Bau von 2 weiteren Spiel-
und Sportanlagen in Südserbien geplant. Auch bin ich zu einem Vortrag in der Schweiz eingeladen.

Danke

Ich danke insbesondere meiner Familie sowie allen Helfern und Spendern für jede Unterstützung.

Meine Frau und ich wünschen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes und
erfolgreiches Neues Jahr.

Herzliche Grüße    Gisela und Klaus Blessing

Maßholderpfad 1, D 65933 Frankfurt/Main
Telefon/Fax: ++49-(0)69-393897
Email: klaus-blessing@t-online.de
Initiative zur Selbsthilfe:
"Internationale Spiel- und Sport-Projekte"
Internet: www.spiel-sport-projekte.de

Wegen evt. Spenden für Projekte in 2009
Konto-Nr. 1158385
Kontoinhaber: Klaus Blessing
BLZ 500 905 00 Sparda-Bank, Frankfurt
Verwendungszweck: Spiel-Sport-Projekte
(Spendenquittung wird erstellt)